Kloster Gronau

Grebenroth liegt am kleinen Bärbach im Übergang von der Kemeler Heide ins Blaue Ländchen. Im südlichen Gemarkungsteil erhebt sich zwischen Grebenroth und dem Nachbardorf Egenroth der Altenberg (446m). Hier wird der älteste Stammsitz der späteren Grafen von Katzenelnbogen vermutet, was bislang aber nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte.

Sicher ist, dass die Kirche auf dem Altenberg hier 1747-48 anstelle eines älteren Vorgängerbaues an der alten Markt- und Gerichtsstätte erbaut worden ist. Heute liegen sie in einsamer Lage auf der Erhebung nördlich des Klosters Gronau. Der Saalbau aus Bruchsteinmauerwerk besitzt einen verschieferten Haubendachreiter. Die reiche barocke Innenausstattung aus der Erbauungszeit wurde teils vom Vorgängerbau übernommen.

Am Südhang des Altenbergs liegt das frühere Kloster Gronau, ein ehemaliges Benediktinerkloster, das wohl um 1130 als Hauskloster der Grafen von Katzenelnbogen gegründet. 1542 erfolgte die Umwandlung in ein Hospital, um die Mitte des 17. Jahrhundert in ein Hofgut, das noch bis 1984 in Betrieb war.

Danach erfolgte die Umwidmung in einen gastronomischen Betrieb, das Freizeithaus Klostergut Gronau mit Bistro, Biergarten und Spielplätzen. Von den historischen Anlagen des früheren Kloster sind heute noch die Zehntscheune, ein Torbogen, das Torpförtnerhaus und Teile der alten Klostermauer erhalten. Die Lage des früheren Klosters ist jedenfalls allein einen Abstecher von der Bäderstrasse Taunus – der in der Nähe verlaufenden B 260 – wert. Der Klosterhof liegt inmitten von Wäldern und Wiesen an einem kleinen Bachlauf und einem idyllischen Weiher.

Der Schwallschieder Hof liegt im Wald südlich Grebenroth. Die ehemalige landgräflich-hessische Försterei war zeitweise als Hofgut verpachtet. Das Wohnhaus mit Wirtschaftsgebäuden, ehemals Stallungen und Scheune ist schlicht verputzt, eine Giebelwand verschiefert. Im Hof vor dem Eingang stehen zwei symmetrisch gesetzte mächtige Kastanienbäume.

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