Kemmetetal

Im Neuhofer Ortsteil Hauswurz entspringt ein kleines Bächlein, das auf den Namen Kemmete hört und das der Fliede zufließt. Einst war das Kemmetetal Standort vieler Mühlen, die heute alle ihre Arbeit aufgegeben haben.

Das Kemmetetal gehört zu den beliebten Wandergebieten, die man von Fulda aus ansteuern kann. In vielen Windungenschlängelt sich die Kemmete, umsäumt von Erlen, Weiden, Eschen, Haselnusssträuchern durch ein idyllisches Wiesental. Beidseitig wird der Talgrund von Hauswurz bis nach Rommerz von Buchen- und Mischwald umgrenzt. Das Gefälle von fast achtzig Metern zwischen Hauswurz und Rommerz verleihen der Kemmete an manchen Stellen den Charakter eines Gebirgsbachs.

In Rommerz lohnt ein Blick auf die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die allein durch ihre Dimension für einen Ort mit keinen 2.000 Einwohnern auffällt. Erbaut 1928-34 lässt sie sich keinem bestimmten Baustil wie der Romanik, Gotik oder dem Barock zuordnen. Vielmehr war der Bau der Rommerzer Kirche einer von wenigen Versuchen im Bistum Fulda, einen neuen, moderneren Baustil zu schaffen. Prägend hierfür sind zum Beispiel die dreieckigen Formen, die an fast allen Fenstern auftauchen.

Auf dem Weg nach Flieden liegt ungefähr auf halber Strecke an der Kreisstraße K96 der Diebornweiher. Der Angelweiher ist ein beliebter Rastpunkt.