Karlstalschlucht-Runde (mit Kaltenborner Tal und Schloss Trippstadt)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 45 Min.
Höhenmeter ca. ↑211m  ↓211m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Südlich von Kaiserslautern, vom Pfälzerwald umgeben, ist Trippstadt, als Gemeinde und Luftkurort, mit vielen Bau- und Naturdenkmälern. Bauten sind beispielsweise das Schloss Trippstadt oder die Burg Wilenstein. Naturhighlight ist die Karlstalschlucht. Sie gilt als eines der schönsten Wanderziele der Pfalz. Das Karlstal mit der Moosalb ist Naturschutzgebiet.

Die Karlstalschlucht misst rund 3km und wird von der rund 26km langen Moosalb (Moosalbe) durchflossen. Die weitgehend naturbelassene Felsenschlucht ist geprägt von teils recht großen Gesteinstrümmern aus rotem Buntsandstein, fasziniert durch die zahlreichen Wasserfälle, die sich unter dem Dach des alten Laub- und Nadelwaldes im munteren Bachlauf spielen.

Wir starten an der Wilensteiner Mühle und der L500, westlich von Trippstadt und nahe der Burg Wilenstein-Flörsheim. Die Doppelburg entstand 1152. Mauerreste von Schildmauer, Tor, Palas, Bergfried und Zwinger haben sich erhalten. Ein Teil der Oberburg wurde zu einem Schullandheim ausgebaut.

Wir bleiben erstmal westlich der Landstraße bei der Wilensteiner Mühle mit dem Teich, an dem auch der 33km messender „Gewässerwanderweg an der Moosalbe“ verläuft. Die Moosalb fließt linkerhand und wir wandern mit Wald zum Denkmal des Besuchs von König Ludwig von Bayern im Jahr 1862, am Rand der Amseldell, so der Name einer ehemaligen Parkanlage, die sich westlich von uns ausbreitet.

Wir folgen der Moosalb durch ihre malerische Schlucht, atmen die Urtümlichkeit von Wasser, dass sich über Gestein arbeitet, sehen Moose, Farne und weiteren Pflanzenreichtum. Nach knapp 1,6km queren wir die L500 zwischen den Ortsteilen Bartelsberg und Oberhammer. Bei Oberhammer und einem Teich ist der Rastplatz am Jakobsweg – wir könnten einen Abstecher machen. Unsere Route führt uns durch den Wald in einem Bogen um Trippstadt und hinein. Nach rund 3,4km sind wir im Zentrum und auf dem höchsten Punkt bei ca. 405m.

Beim Rathaus ist die evangelischen Kirche. Der schmucke Bau auf Kreuzgrundriss stammt aus dem Jahr 1765 und wurde 1895 erweitert. Dann sehen wir rechts die spätbarocke katholische Kirche St. Joseph (1754) und gleich im Anschluss das barocke Schloss Trippstadt von 1767.

Das Trippstadter Schloss mit dem 4ha großen Schlosspark prägt den Ort aufgrund des einzigen, 48m langen, Flügels. Es hat 19m Breite und 18m Höhe. Fritz Karl Freiherr von Hacke war Bauherr. Seit 1987 hat die Forstliche Versuchsanstalt des Landes Rheinland-Pfalz ihren Sitz. Der Schlosspark wurde zu einem Naherholungspark.

Am Schlossgarten entlang kommen wir aus Trippstadt heraus, mit Feldflur, Kunst und dem Rastplatz Köpfchen und wandern ins Kaltenborner Tal. Dieser Bach mündet in die Moosalb. Nahe dem Kaltenborn liegt sinnigerweise das Warmfreibad Trippstadt. Wenn wir auf den Wilensteiner Weg nach links einbiegen, führt uns der an der Skulptur Balzgeflüster vorbei durch die Feldflur zurück.

Bildnachweis: Von Altera levatur [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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