Eisenhüttenweg Trippstadt (Pfälzerwald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 51 Min.
Höhenmeter ca. ↑376m  ↓376m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Trippstadt liegt im Herzen des Pfälzerwaldes und gehört zum Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Heute eher Ziel für Wanderer und Ausflugsgäste, war Trippstadt im 19. Jahrhundert ein Standort der Eisenverarbeitung. Bedingt durch die großen Holzbestände (für Holzkohle), vorhandene Wasserkraft und erreichbare Erzvorkommen entwickelte sich im Moosalbtal eine Eisenindustrie.

Über die Montangeschichte Trippstadts informiert heute das Eisenhüttenmuseum mit rund hundert Ausstellungsstücken. Die Ausstellungsräume befinden sich im Gebäude der ehemaligen Schmiede Huber, wo auch die Tourist-Info untergebracht ist. Die Schmiede war bis 1988 in Betrieb und ist noch voll funktionsfähig.

Wir machen heute eine Art „Wandermuseum“ und folgen dem Eisenhüttenweg, der mit zwölf Informationstafeln ausgestattet ist. Vom Eisenhüttenmuseum aus spazieren wir zum Trippstadter Schloss, einer barocken Anlage aus dem 18. Jahrhundert. Das Trippstadter Schloss ist seit 1987 Dienstsitz der Forstlichen Versuchsanstalt des Landes Rheinland-Pfalz.

Es geht hinaus aus Trippstadt zur Ortslage Oberhammer. Hier war einst ein Schmiedehammer aktiv. Am Oberhammer kreuzen wir die Landstraße L500 und kommen ins Karlstal, durch das allerdings nicht der Karl fließt, sondern die Moosalbe.

Die Karlstalschlucht ist eines der bekanntesten Wanderziele im Pfälzerwald. Die Karlstalschlucht ist zwar weitgehend naturbelassen, wurde aber auch ein klein wenig gestaltet und zwar, als Freiherr Karl Theodor von Hacke den Schlosspark des Trippstadter Schlosses ins Moosalbetal erweitern wollte. Daher auch der Name Karlstal.

Wir folgen dem Karlstal zur Klugschen Mühle, ein bekanntes Ausflugslokal an der Karlstalschlucht. Auf der anderen Seite der Landstraße stehen im Wald die Ruinen der Burg Wilenstein-Flörsheim. Wir gehen weiter zum Unterhammer, wo heute ein Gesundheitszentrum, eine Brauerei und ein Café am Start sind.

Weiter geht es durchs Moosalbetal. Wir passieren das Naturfreundehaus Finsterbrunnertal und kommen dann zum Standort der alten Walzwerks, das 1824-25 gebaut und 1892 als letzter Teilbetrieb des Eisenhüttenwerks Trippstadt stillgelegt wurde. Vom Moosalbetal aus wandern wir nun hinein in die Wälder und kommen über Stelzenberg und Langensohl zurück nach Trippstadt.

Bildnachweis: Von giggel [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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