Kandel-Tour auf dem Josef-Seger-Weg


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 8 Min.
Höhenmeter ca. ↑345m  ↓345m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Überwiegend auf Pfaden umrunden wir den 1.242m hohen Kandel im Zwei-Täler-Land mit Elztal und Simonswälder Tal „im Herzen des Schwarzwalds“. Das mächtige Massiv des Kandels wird auch gerne der Fürst genannt.

Wir starten oben auf rund 1.198m am Kandelrasthaus, gegenüber der Kandel-Kapelle, wo uns die L186 hingeführt hat und wandern gegen den Uhrzeigersinn. Der Josef-Seger-Weg ist dem Forstamtsleiter Josef Seger aus Waldkirch gewidmet, der Mitte des 20. Jahrhunderts als Vorsitzender des Waldkircher Schwarzwaldvereins das Wandern am Kandel maßgeblich mitgeprägt hat.

Über Bergwiesen wandernd auf der Schindelbergstraße führt der Weg um den Nebengipfel Sattelhöhe (1.217m) herum. Dabei sind wir von Wald umgeben und wandern schmale, teils felsige Pfade entlang über den Langendobel. Beim Heibererfelsen hat man herrliche Aussichten bis zur Hornisgrinde.

Im weiteren Verlauf sehen wir Sumpfdotterblumen an den Bachläufen. Wir kommen hinab zur Wanderrast beim Parkplatz Kohlplätze, an der L186, die wir in der engen Kehre queren, um mit ihr ein Stück weiterzuwandern. Nach rund 3km gesamt, sind wir auf unter 1.030m. Nach weiteren rund 500m queren wir das Kandelbächle und verweilen noch etwas in den tieferen Lagen.

Allmählich ruft der Fürst uns wieder aufwärts. Der Westhang des Kandelrückens zeigt sich lichter und wir kommen über den Kandelfelsen. Von diesem Gipfelblock heißt es, einst hätten die Hexen zu dolle auf ihm herumgetobt, so dass er vom Kandel heruntergestürzt sei. Die Realität schaut etwas nüchterner aus, wobei es sich um die Walpurgisnacht 1981 handelte, in der der Frost daran beteiligt war, das überhängende Dach vom Großen Kandelfelsen abzutrennen.

Wir wandern weiter aufwärts zur Thomas-Hütte auf rund 1.070m auf dem Thomasfelsen und schauen unter anderem in Glottertal. Es wird steiler und als nächstes treffen wir auf das Hoschgetkreuz. Nach rund 6km der Runde sind wir beim Fensterliwirt an der Gummenhütte, wo das Stecklebächle fließt und Erfrischung lockt sowie der Blick zum Feldberg. Frisch gestärkt geht’s auf den Endspurt über Bergwiesen zum Parkplatz zurück.

Bildnachweis: Von Rüdiger Kratz [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

Vgwort