Kaitersberg-Runde ab Berggasthof Eck (Bayerischer Wald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 43 Min.
Höhenmeter ca. ↑413m  ↓413m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das wird eine kleine geotopische Wanderung, die uns abwechslungsreich über den Ecker Sattel und auf den Kamm des Kaitersberges bringen wir. Wald, Felsen, Aussichten und auch eine Lichtung sind dabei.

Der Kaitersberg ist ein Bergkamm, dessen höchste Erhebung der Große Riedelstein mit 1.132m ist. Der Kaitersberg erstreckt sich östlich des Erholungsorts Bad Kötztingen im Bayerischen Wald und setzt sich gen Osten bis zum Großen Arber (1.456m) fort.

Wir lassen es gemächlich angehen mit Start am Berggasthof Eck (Gemeinde Arrach), wo sich im Winter die Skifahrer tummeln. Es geht gegen den Uhrzeigersinn und auf den ersten 3km in Höhenlagen von 790-890m. Wir wandern in nördliche Richtung nach Eschlsaign, von einer Lichtung umgeben. Drauf findet sich der Berggasthof Gut Eschlsaign (geschlossen) mit malerischer Kapelle daneben. Eschlsaign ist mit der Eschlsaigner Straße mit dem Hauptort Arrach, einem Luftkurort im Lamer Winkel, verbunden.

Dann nehmen wir den Weg A10 und biegen von diesem ab, weil wir hinauf zum Steinbühler Gesenke wollen. Das gehört zusammen mit den Rauchröhren zu einem geschützten Geotop. Da das Gestein hier für diese Umgebung recht schroff ausfällt, ist das Gebiet bei Kletterern beliebt. Wer sich damit auskennt: bis zum elften Grad geht es, und der dortige Steinturm wird als schwierigster Bayerwaldgipfel angesehen. Wir lassen den Blick über Fels und Wald schweifen und bleiben unangeleint der Erde nahe.

Hinauf zieht es uns trotzdem auf den Großen Riedelstein (1.32m). Ganz hübsch wurde 1909 dort du Ehren des Hofrats Maximilian Schmidt (1832-1919) ein Türmchen erreichtet. Dem Heimatdichter zu Ehren, der auch Gründer des Bayerischen Fremdenverkehrsverbands war, im Jahr 1890. Das Türmchen entstand nach einem Entwurf von Georg Hauberrisser, einem deutsch-österreichischen Architekt, 1901 zum Ritter geschlagen. Es ist aus behauenen Steinen, im Stil des Historismus aufgestellt und schaut aus wie ein mittelalterlicher Wachturm. Entlang dem Skihang mit Liften wandern wir talwärts zum Berggasthof Eck zurück.

Bildnachweis: Von Rosa-Maria Rinkl [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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