Köln-Holweide

Holweide ist ein Stadtteil von Köln auf der Schäl Sick und ist geprägt von historischer Romantik. Verschiedene alte Ritter- und Hofgüter finden sich in Holweide, das 1914 nach Köln eingemeindet wurde. Durch Holweide fließt die Strunde, die dann später ab Buchheim unterirdisch kanalisiert ist und in Mülheim in den Rhein mündet.

Die Strunde galt früher als fleißigster Bach in Deutchland. Rund vierzig Mühlen wurden von dem Bach angetrieben. Eine davon ist die Iddelsfelder Mühle, die heute zu einer Wohnanlage umgebaut ist. Benachbart liegt der frühere Rittersitz Gut Iddelsfeld aus dem 13. Jahrhundert.

Folgt man der Strunde abwärts, erreicht man wenig später das ehemalige Rittergut Isenburg. Die Historiker vermuten die Anfänge der Isenburg im 12. Jahrhundert. Noch heute zeugen eindrucksvolle Wassergräben und Teiche von der Wehrhaftigkeit der Anlage. Einige Zeit wurde die Isenburg als Restaurant geführt und freute sich eines guten Rufs, seit 2012 aber ist das Anwesen verkauft.

Nördlich nur einige Meter entfernt von der Isenburg erhebt die katholische Kirche St. Mariä Himmelfahrt, die 1926-27 nach Plänen des Architekten Stephan Mattar erbaut wurde. Er wollte etwas Modernes schaffen und herausgekommen ist dabei der funktional-sachliche Klinkerbau, der seit 1983 unter Denkmalschutz steht.

Im Übergang nach Buchheim findet sich eine dritte historische Anlage an der Strunde, die Wichheimer Mühle als Teil der denkmalgeschützten Hofanlage Mühlenhof mit ihrem alten Baumbestand. Die Wichheimer Mühle war ursprünglich eine Ölmühle. Später diente sie als Kornbanntwein-Brennerei.

Für den kulturell interessierten Wanderer gibt es in Holweide das Cassiopeia Theater, das aus der Altstadt hierher umgezogen ist. Das Cassiopeia Theater hat sich auf zeitgenössisches Figurentheater und Autorentheater spezialisiert. Zum Programmangebot gehört ein Theaterprogramm für Familien mit Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche.