Köln-Höhenhaus

Südlich von Dünnwald liegt der Kölner Stadtteil Höhenhaus auf der Schäl Sick rechts des Rheins. Hier soll eines der bekanntesten der fleißigen Heinzelmännchen Kölns wohnen, der Grinkenschmied. Die Frau des Schneiders war ja im bekannten Märchen dafür verantwortlich, dass diese guten Geister aus Köln verschwinden mussten. Von Höhenhaus aus, wo man dem Grinkenschmied auf dem Wupperplatz ein Denkmal gesetzt hat und ihn als Schutzpatron der hiesigen Kirmes betrachtet, kann er immerhin noch in der Ferne den Kölner Dom sehen.

Jetzt in Zwangsruhestand versetzt, könnte der Grinkenschmied z.B. den Höhenfelder See genießen. Entstanden aus einem Baggerloch ist der 16ha große See heute ein beliebtes Ziel für stadtnahe Spaziergänge oder auch Wanderungen in den Dünnwalder Wald im Norden oder den Thielenbruch im Südosten. Baden ist streng verboten. Genutzt wird der Höhenfelder See außer als Oase der Ruhe von einem Angelverein, der hier auf Forellen, Zander, Aale und Karpfen geht.

Neben dem Höhenfelder See ist Höhenhaus vor allem geprägt von denkmalgeschützten Wohnhäusern und Gutshöfen, wie Gut Schönrath am Emberg, in dessen Nähe der Grinkenschmied angeblich hinter sieben Bäumen wohnt, oder der Rodderhof im Oderweg, in dessen Nähe ein ebenfalls denkmalgeschütztes Wegekreuz zu finden ist.

An der Nordwestspitze von Höhenhaus liegt die Finnensiedlung, eine denkmalgeschützte Wohnsiedlung im skandinavischen Stil. Die dunklen Holzhäuser mit ihren hellen Fenster- und Türrahmen entstanden gegen Ende des Zweiten Weltkrieges für Kölner Bürger, die aus der zerbombten Innenstadt ausgesiedelt werden mussten. Heute dienen sie vereinzelt als Filmkulisse für Dreharbeiten. Das Holz für die Wohnhäuser wurde aus Nordeuropa importiert. Geplant wurde die Anlage vom jüdischen Architekten Konrad Wachsmann. Der Dünnwalder Kulturpfad führt an der Siedlung vorbei.