Hunsrückdom (Ravengiersburg)

Weinhotel LandsknechtWeinhotel Landsknecht

Ravengiersburg wurde erstmalig 974 erwähnt und zwar im Zusammenhang mit dem Grafen Rabangar, der über dem Simmerbach eine Burg erbaut hatte. Bekannt ist Ravengiersburg durch den Hunsrückdom. Die romanische Doppelturmfassade der Klosterkirche des St. Christophorus geht auf das Jahr 1074 zurück.

Der teilweise ummauerte Klosterbezirk entstand im frühen 12. Jahrhundert auf dem Gelände der einstigen Burg. Damit ist das Kloster Ravengiersburg das älteste im Hunsrück. 1106 entstanden die beiden fünfgeschossigen und 42m hohen romanischen Türme, mit Rautendächern abgedeckt, die weithin das Panorama bestimmen und der Kirche ihren Namen gaben. Vermutlich nach einem Feuer wurde das Kirchenschiff im gotischen Stil 1497 wieder aufgebaut.

Durch den Dreißigjährigen Krieg erlitt die Stiftskirche St. Christophorus Schäden. Der barocke Saalbau geht auf das frühe 18. Jahrhundert zurück. Zur Denkmalzone des Chorherrenstifts gehört auch ein Stiftsgebäude des Barocks mit einem Kreuzgang, 1921 wurde es weitestgehend erneuert. Das einstige Pfarrhaus entstammt dem Jahr 1706 und das Brunnenhäuschen wird ebenfalls dem 18. Jahrhundert zugeschrieben.

Im mittleren Spitzbogen des Südturms ist ein aus Sandstein hergestelltes Kreuz zu sehen. Dies ist anders als man es gewöhnlich sieht, denn Christus ist bekleidet und seine Füße sind nicht ans Kreuz genagelt. Er trägt keine Dornenkrone, sondern eine Königskrone ziert sein Haupt.

Der barocke Hochaltar im Inneren ist 11m hoch und stammt aus dem Jahr 1722. Recht opulent erscheint auch das Orgelprospekt in dunklen Farben mit goldenen Applikationen aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Insgesamt wirkt das Innere der Kirche hell und freundlich und ist nicht überladen.