Hundsdorf (Westerwald)

Westlich schließt sich an Ransbach-Baumbach der kleine Ort Hundsdorf an. Am Ortsrand entlang fließt der Masselbach, ein Zufluss des Brexbach. Hier im waldreichen Masselbachtal finden sich mit der Fuchsmühle oberhalb und der Schleyermühle unterhalb von Hundsdorf noch zwei historische Mahlbetriebe.

In den beiden prächtigen Gründerzeitvillen am Ortsrand wohnten einst die Brüder Peter und Josef Fuchs, die die Tycoone der Tonindustrie waren. Die Fuchschen Tongruben wurden 1838 gegründet und hatten zuletzt 22 Standorte im Westerwald. 1974 fusionierten die Fuchsschen Tongruben mit einem englischen Konzern zur WBB-Fuchs, das nach Umfirmierung zur Sibelco GmbH noch heute einer der größten Arbeitgeber im Kannenbäckerland ist.

Obwohl ein Hund das Ortswappen ziert, kommt der Name Hundsdorf nicht vom bekannten Haustier. Wahrscheinlicher ist die Ableitung als „Dorf des Hundos“, des Hundertschaftsrichters (eine Art mittelalterliches Amtsgericht). Aber einmal im Jahr kommt Hundsdorf wirklich auf den Hund und wird umgetauft in „Dog City“. Zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten fallen über tausend Indianer, Trapper, Cowboys und Südstaatler ein und errichten die Westernstadt Dog City in Hundsdorf. Die Mitglieder des Deutschen Westernbunds feiern dann ihr „Indian Council“ und leben zwei Wochen möglichst authentisch in der Geschichte Nordamerikas. Innerhalb der Grenzen von Dog City trägt man ausschließlich Westernkleidung.

Regionaler Bezug:

Ransbach-Baumbach Westerwaldkreis Rheinland-Pfalz Ransbacher Mulde Kannenbäckerland Westerwald