Hummelsee und Raakmoor: Auf Wanderschaft in Hummelsbüttel (Hamburg)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 37 Min.
Höhenmeter ca. ↑82m  ↓82m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wandern in der Stadt? Das geht! Z.B. in Hamburg. Wir sind unterwegs im Stadtteil Hummelsbüttel, von dessen Fläche große Teile geschützt sind. Wir parken am Parkplatz Hummelsee, der direkt an der Glashütter Landstraße liegt.

Der acht Hektar große Hummelsee ist der Rest einer ehemaligen Sand- und Kiesgrube und besteht in seiner heutigen Form seit den 1980er Jahren. Der Hummelsee wird als Naherholungsgebiet genutzt und wird vom Angelsportverband Hamburg gepachtet.

Vom Hummelsee aus spazieren wir hinauf den Müllberg Hummelsbüttel (79m). Das klingt zwar nicht sehr appetitlich, ist aber durchaus ein lohnenswerter Aufstieg, denn vom Müllberg Hummelsbüttel hat man einen schönen Blick auf die Skyline von Hamburg. Der Müllberg Hummelsbüttel entstand, als der Großteil der in den 1970er Jahren aufgegebenen Kiesgruben verfüllt wurden.

Nachdem wir die Aussicht genossen haben, gehen wir wieder an den Hummelsee, begleiten dessen Ufer ein Stück und sind dann unterwegs am Naturschutzgebiet Hummelsbütteler Moore. Im gesamten, grob L-förmigen Gebiet existieren keine öffentlich zugänglichen Wege, da die verfügbaren Flächen dafür zu klein und zu empfindlich sind. Prägend für das Landschaftsbild sind die Birkenbruchwälder und die feuchten Moorwiesen. Hier kommen Gelbe Moorlilie, Torfmoose, Sonnentau, Glockenheide und Wollgräser vor.

Wir spazieren entlang des Naturschutzgebiets, bis wir nach rechts in die Straße Högenbarg abbiegen. Wir gehen am Gelände des Hamburger Sport und Naturismus Vereins (HSN) entlang und kommen dann zum Raakmoor, das seit 1979 unter Naturschutz steht. Der überwiegende Teil des Raakmoors ist mit Nadel- und Laubholz bewaldet. Im Rahmen der Renaturierungen wurden wieder die lebensraumtypischen Pflanzen wie Torfmoose, Moorlilie, Besenheide, Glockenheide und Mittlerer und Rundblättriger Sonnentau angesiedelt.

Wir spazieren durch das Raakmoor zum Raakmoorteich. Der ist recht sandig und schlammig und wurde ursprünglich zur Karpfenzucht angelegt. In der Mitte des Teiches befinden sich mehrere Seeroseninseln und an den Rändern teilweise Schilfkanten.

Am Ende des Raakmoor-Gebiets stoßen wir auf die Straße Wildes Moor, der wir bis zum Glashütter Stieg folgen und hier rechts abbiegen, um zurück zum Parkplatz Hummelsee zu gelangen.

Bildnachweis: Von Käptn Klabauter [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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