Hohenwittlingensteig (Bad Uracher Grafensteige)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 6 Min.
Höhenmeter ca. ↑423m  ↓423m
Grafensteige: Hohenwittlingensteig (Wegzeichen)

„Give me five“ – 5 Premiumwanderwege (Grafensteige) sind in der Gemarkung Bad Urach entstanden und 5 Stadtteile gehören zum Kurort Bad Urach. Der nach der Kernstadt größte ist Wittlingen, in dessen Westen der aussichtsreiche Hohenwittlingensteig liegt.

Auf dem Hohenwittlingensteig, durch einen Teil des Biosphärenreservats Schwäbische Alb, erleben wir Streuobstwiesen, Albhochfläche, steigen hinauf zur Burgruine Hohenwittlingen, kommen zur Schillerhöhle und durch die zauberhafte Wolfsschlucht.

Start ist am Parkplatz am Ende der Hohen-Wittlinger-Straße in Wittlingen. Es geht durch Streuobstwiesen und gemäßigt bergauf sowie durch Wald in südliche Richtung. Wir wandern in Höhenlagen über 700m und gehen nach rund 1,5km gen Westen.

Etwas abseits unserer Route, wir müssten einen Abstecher machen, ist im Wald versteckt oberhalb des Ermstals die Burgruine Baldeck, die um 1250 erbaut und im 16. Jahrhundert aufgegeben wurde. Im Volksmund erhielt sie den Namen Mörderschlössle. Vermutlich fanden Räuber dort Unterschlupf, weshalb sie abgerissen wurde und man lediglich wenige Mauerreste findet.

Nahe der Ruine Baldeck sind wir am tiefsten Punkt der Runde und machen uns wieder himmelwärts auf den Weg zum beliebten Klettergebiet Geschlitzter Fels. Unser nächstes Ziel ist die Burgruine Hohenwittlingen. Vorher kommen wir am Buckfelsen vorbei und an mehreren Aussichtspunkten. Westlich mäandert die Erms durch ihr Tal.

Die Burg Hohenwittlingen liegt auf einem 667m hohen Sporn über der Erms. Sie entstand zwischen 1000 und 1100. Man sieht Grundmauern des Palas, eine Schildmauer und genießt einen herrlichen Blick über die Hügellandschaft der Schwäbischen Alb.

Als nächstes gelangen wir zur Schillerhöhle, in dessen Nähe die Grabstätte der Familie Weinland nahe dem Hofgut Hohen-Wittlingen zu finden ist. David Friedrich Weinland (1829-1915) war Zoologe und schrieb Jugendromane, zum Beispiel Rulaman (1878), vor dem Hintergrund eines wachsenden Interesses der Menschen an Frühgeschichte, bezugnehmend auch auf die Umgebung der Schillerhöhle, die er im Roman Tulkahöhle nennt.

Ein verwunschener Weg ist jener durch die grüne Wolfsschlucht. Über Stufen absteigend durch Mischwald erreichen die Klamm, wo wir Kalk-Sinterterrassen sehen. Wir sind am Wittlinger Bach und gehen ein Stück entlang den Rulamanweg und zum Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von Schwoba-power [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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