Hohenwarter Aussichtstour mit Erzkopfweg


Erstellt von: Sigi2910
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 36 Min.
Höhenmeter ca. ↑330m  ↓330m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir starten unsere schmucke Tour in Pforzheims südlichstem und auch höchstgelegenstem Stadtteil Hohenwart – und zwar im nördlichen Bereich der Schönbornstraße. Hier geht es gleich auf dem Wolfsgrubenweg hinein in den Wald, der – nomen est omen – zur Wolfsgrube führt, vorher biegen wir aber links ab in den Hammansteinweg. Es geht bergab, wir treffen auf den Rainwaldweg, der uns zum Würmer Tor bringt.

Am Würmer Tor überqueren wir das Würmer Sträßchen und wandern den Dreimarksteinweg hinauf zur Landstraße. Über die gehen wir geradeaus drüber weg und erreichen dann später die alte Huchenfelder Straße. Ein paar Meter geht es auf der weiter, ehe wir auf den Lottbaumweg überwechseln. Der wiederum führt uns Richtung Huchenfeld und vorbei an der Sittighütte.

Weiter geht es auf dem Lottbaumweg, vorbei an den Leimenlöchern,  wo einst Lehm abgebaut wurde, der beim Hausbau der Huchenfelder zum Einsatz kam. Als Folge dieser Lehmbuddelei sind als Naturdenkmal die Leimenlöcher geblieben, inzwischen Feuchtbiotope. Nach rechts haben wir nun übrigens einen guten Blick auf Huchenfeld und bei klarem Wetter auch über den Wartberg (rechts) oder den Wallberg (links) hinweg weit ins Land.

Nach dem Förster Kern-Plätzchen tauchen wir wieder in den Wald ein und bleiben weiter auf dem Lottbaumweg. Beim Wasserreservoir passieren wir den Reichenbacherweg, weiter ist der Lottbaumweg unser talwärtiger Begleiter Richtung Brentenberg. Der Erzgrubenweg wird erreicht, wo sinnigerweise mitten im Ruhebereich des Wildes Jägers Hochsitz platziert ist. Honi soit, qui mal y pense.

Jetzt geht es links weiter auf dem Erzgrubenweg, bis zur Geiserthütte. Hier halten wir uns geradeaus und folgen dem Mittleren Klebweg, der uns durch die Beutelsklinge führt und dann Richtung Nagoldtal bergab führt, später aber links weggehend wieder ansteigt. Die Steigung ist bald genommen, wir durchwandern nun eben dahingehend den Klebwald, bis wir nach einem leichten Anstieg zur Einmündung des Leuchtertannenweges kommen.

Kehrt marsch heißt es jetzt in den Leuchtertannenweg, der uns nun weiter führt. Schnell ist die Stelle erreicht, an der die sagenumwobene Leuchtertanne, eine Tanne, die mit ihren sieben Gipfeln wie ein Leuchter aussah, stand. Und um sie rankt sich eine Sage, nach der in den Kriegswirren im Jahr 1692 der Messner der Kirchengemeinde von Neuhausen in aller Eile die Kirchengeräte zusammenpackte, unter ihnen ein siebenarmiger Leuchter, auf der Flucht hier im Wald versteckte. Nach Jahren entdeckten Kinder beim Heidelbeeren suchen hier, wo die Gegenstände tatsächlich auch wieder gefunden wurden, eine Tanne, die sich im Laufe der Zeit leuchterartig entwickelte und ihren Wuchs mit sieben Gipfeln beendete, der sogenannten Leuchtertanne. Leider sieht man heute von der Leuchtertanne nichts mehr, in den Fünfzigerjahren des vorigen Jahrhunderts musste sie gefällt werden.

Sei´s drum, wir wandern weiter, erreichen bald die Zettelwaldhütte, hier geht’s rechts weg, wir lassen die Hütte links liegen. Schnell folgt der nächste Rechtsschwenk, nun bringt uns der Haldenweg vorbei am Umsetzer bis zur mächtigen Linde an der Landstraße nach Unterreichenbach. Die wird schräg nach links überquert, ein namenloser Weg führt uns durch die Mahdenwiesen, die Hohe Warte haben wir längst im Visier. Noch ein Rechtsschwenk, dann bringt uns ein schmaler Pfad in den Wald und zur Hohen Warte. Schnell ist sie erreicht und die 192 Stufen nach oben auf die Aussichtsplattform sind auch im Handumdrehen genommen.

Bei klarem Wetter sieht man von hier weit ins Land. Hofackerweg und Eselsweg führen uns zum Waldrand, der Hohlweg nimmt uns auf, aber schnell geht es rechts ab über Gassäckerweg und (nach Überqueren der Schellbronner Straße) Hauäckerweg am Waldrand entlang. Bald geht es im rechten Winkel nach links und fortan leicht bergab. Das Bildstöckle wird passiert, Hamberger Torweg und Köpflesweg rechts liegen gelassen und nachdem wir das bebaute Gebiet, an dem wir zuletzt entlang gegangen sind, hinter uns gelassen haben, geht es wieder in den Wald. Ein Pfad führt uns hinunter zum Wolfsgrubenweg, der uns wieder aus dem Wald herausführt: Wir sind wieder am Ausgangspunkt unserer Wanderung angelangt.

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