Hochgeträumt: Schloss Lichtenstein, das Märchenschloss Württembergs


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 59 Min.
Höhenmeter ca. ↑407m  ↓407m
Hochgehberge: Hochgehträumt Wegzeichen Beschilderung Markierung

Schloss Lichtenstein, ein Wahrzeichen der Schwäbischen Alb, wird auch das „Märchenschloss Württembergs“ genannt. Es könnte auch aus einem Roman stammen, so zauberhaft erhebt es sich. Es war Vorlage für Nachbauten in Lietzow auf Rügen oder in Hout Bay nahe Kapstadt. Auch die Filmwelt hat das traumhafte Schloss im Stil des Historismus südlich von Reutlingen entdeckt für eine Dornröschen-Verfilmung 2009. Weiteres Highlight ist ein Besuch der Nebelhöhle mit ihren Tropfsteinen.

Im realistischen Auf und Ab durch Wald und Feld erfreuen wir uns der „hochgehträumten“ Runde mit Start direkt beim Schloss Lichtenstein und einem ersten Abstecher zur Ruine Alter Lichtenstein aus dem 12. Jahrhundert, über dem Tal der Echaz und über Honau.

Dann erkunden wir das Schmuckstück Schloss Lichtenstein, das auf den Resten der Burg Lichtenstein aus dem 14. Jahrhundert nach Vorstellungen der Romantik (1840-1842) entstand. Bei einer Schlossführung gegen Eintritt kann man es auch im Inneren besichtigen, mit den Sälen und der Waffensammlung. Zum Ensemble gehören auch die Kapelle und der Schlossgarten. Schloss Lichtenstein gibt es sogar als Modellbausatz. Desweiteren genießen sich am Albtrauf zahlreiche Aussichten in die Umgebung.

Am Alten Forsthaus Lichtenstein (Gastronomie) vorbei wandern wir durch Wald, streifen Wiesen zum Lichtenbühl (817m) mit der Linsenbühlhöhle in der Nähe. Mit Waldrand die Wiesenblicken geht’s zur märchenhaften Aussicht auf Schloss Lichtenstein am Breitenstein.

Wald begleitet zum Gießstein (788m), der sich felsig mit benachbartem Sender Unterhausen über dem Echaztal und dem Lichtensteiner Teilort Unterhausen erhebt. Die Aussichten sind weitreichend: über Honau, auf die Albhochflächen, zum Schloss Lichtenstein, Unterhausen sowie auf den Urselhochberg oder den Lippentaler Hochberg, über das Reißenbachtal, zum Sättele und Wackerstein beispielsweise.

Unsere Wanderung macht einen Bogen und wir kommen zum Geotop Goldloch am Albtrauf, im Gaisspitzberg. Das Goldloch mit Topfsteinen, einer wurde Maria mit Kind genannt, ist nicht erschlossen. Glück kann es hier geben, Gold nicht.

Mit Waldrand und Wiesen nebst Ansitzen biegen wir nach rechts in den Nebelhöhlenweg zur Nebelhöhle. 450m von rund 813m der Nebelhöhle sind für Besucher erschlossen. Sie ist sehr alt, zeigt prächtige Bodentropfsteine und etwas, das wie ein Tropfsteinwald erscheint. In Geschichten ist das Nebelloch ein Verbindungsportal zwischen Unter- und Oberwelt. 141 Stufen führen in diese Unterwelt und 45.000 Besucher jährlich tauchen dort ein und wieder auf.

Rund 6km sind wir bis hierher gewandert und gehen gen Süden durch Feldflure und gen Osten an einem Steinbruchareal vorbei. Weiterhin abwechslungsreich durchstreifen wir Wiesen, Wald- und Feldabschnitte, kommen auf den Weg Kalkofen und an einem Kletterpark vorbei zurück zum Schloss Lichtenstein.

Bildnachweis: Von -donald- [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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