Schloss Lichtenstein: Rundtour ab der Nebelhöhle


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 49 Min.
Höhenmeter ca. ↑392m  ↓392m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Zwei Highlights liegen an Eckpunkten der Runde durch die Landschaft südlich von Reutlingen, mit zahlreichen Aussichten entlang des Albtraufs. Einsichten haben wir am Start bei der Nebelhöhle, einer Schauhöhle mit Tropfsteinen und jährlich rund 45.000 Besuchern. Aussichten bietet das märchenhaft anmutende Schloss Lichtenstein im Stil des Historismus, über dem Ort Honau und dem Tal der Echaz, wo es 2009 für eine Dornröschen-Verfilmung Kulisse war. Das Schloss war Vorbild für Nachbauten in Lietzow (Rügen) oder in Hout Bay (nahe Kapstadt) und gilt als Wahrzeichen der Schwäbischen Alb.

Beim Parkplatz Gewann Nebelhöhle, einem Spielplatz, dem Maultaschenwirt und der Schauhöhle geht’s los. 450 von rund 813m der Nebelhöhle sind für Besucher erschlossen. Sie ist sehr alt, zeigt prächtige Bodentropfsteine und etwas, das wie ein Tropfsteinwald erscheint. In Geschichten ist das Nebelloch ein Verbindungsportal zwischen Unter- und Oberwelt. 141 Stufen führen in diese Unterwelt.

Wir wandern den Nebelhöhlenweg, erst mit Wiesen, dann mit Wald, es geht bergab mit abwechslungsreichem Landschaftsbild, der Nebelhöhlenweg stößt auf die Straße Kalkofen mit der Kalkofenhütte. Leicht ansteigend kommen wir zur Naturhöhle Goldloch im Gaisspitzberg, die unerschlossen und als Geotop geschützt ist. Goldgräber werden im Felsenkalk nicht fündig.

Waldrand mit Aussichten begleitet hinauf zum Gießstein (788m), der sich felsig mit benachbartem Sender Unterhausen über dem Echaztal und dem Lichtensteiner Teilort Unterhausen erhebt. Die Aussichten sind weitreichend: über Honau, auf die Albhochflächen, zum Schloss Lichtenstein, Unterhausen sowie auf den Urselhochberg oder den Lippentaler Hochberg, über das Reißenbachtal, zum Sättele und Wackerstein beispielsweise.

Im abwechslungsreichen Auf und Ab mit Wald und offener Landschaft an der Aussicht Breitenstein vorbei geht’s zum Linsenbühl (817m) mit Linsenbühlhöhle in der Nähe. Wir kommen am Alten Forsthaus vorüber und sind beim Schloss Lichtenstein, wo wir uns verzaubern lassen können, von der märchenhaften Kulisse der Landschaft und der Kunst der Baumeister des 19. Jahrhunderts. 

Das Märchenschloss Württembergs entstand auf Resten der Burg Lichtenstein aus dem 14. Jahrhundert. Die Ruine von Alt-Lichtenstein ist in Steinwurfweite und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Das neue Schloss Lichtenstein entstand nach den Vorstellungen der Romantik (1840-42), weitere Ausbauten folgten bis 1908. Man kann das Schloss bei einer Führung gegen Eintritt auch im Inneren besichtigen. Vom Albtrauf hat man zahlreiche Aussichten in die Umgebung.

Abwechslungsreich wandern wir erneut mit Auf und Ab, gelangen über 843m nach rund 6km, talwärts kommen wir an einem Kletterpark beim Schloss vorbei, durch die Feldflur mit dem Weg Kalkofen, durch Wiesen und Wäldchen, an einem Steinbruchgelände vorbei und zurück zur Nebelhöhle.

Bildnachweis: Von -donald- [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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