Hiltpoltstein: Runde über Silberecke und Leidstein (Fränkische Schweiz)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 48 Min.
Höhenmeter ca. ↑328m  ↓328m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Ein besonderer Zauber geht von dem kleinen dicht gedrängt wirkenden Häuschen-Haufen rund um eine Burg aus. Ein Mensch aus Übersee könnte beim Anblick meinen, es sei eine Kulisse eines Vergnügungsparks, der das deutsche Mittelalter darstellen soll.

Hiltpoltstein hat einen geschützten Altstadtkern rund um die Burg Hiltpoltstein, die sich auf einen Felsen krallt. Sie hat Wurzeln im 11. Jahrhundert und zeigt Bausubstanz obenherum aus dem 16. Das auch Altes Schloss genannte Bauwerk ist in Privatbesitz. Wir schätzen den Blick von außen zu dem markanten Punkt unseres Startortes.

Ab der B2, dem Parkplatz bei der Silberecke geht es los. Wir wandern gegen den Uhrzeigersinn erstmal bergauf zur Silberecke, dem höchsten Dolomitfelsen im Landkreis Forchheim. Er ist als Naturdenkmal ausgewiesen und wir genießen die Aussicht in die Fränkische Schweiz. Wir sind hier in der Hexenküche mit Kletterfelsen. Um die Höhen von Hiltpoltstein ist auch ein Naturlehrpfad angelegt und es gibt einen Höhenrundweg.

Wir wandern durch Wald weiter über den Bitzenberg (586m) zum gleich hohen Badersberg. Bei guten Sichtverhältnissen kann man bis ins Fichtelgebirge schauen, blickt über die Burg Hohenstein in die Hersbrucker Schweiz und in den Oberpfälzer Wald.

Talwärts in Richtung Hiltpoltstein kommen wir an der Obstbau Versuchsstation des Landkreises Forchheim vorbei. Auf rund 10ha werden Erkenntnisse zum traditionellen Steinobstanbau gesammelt und jährlich 20.000 Edelreiser geschnitten, die zur Veredelung verwendet werden. Es ist der einzige Edelreiserkeller in Bayern.

Die Tour führt uns in den Kern von Hiltpoltstein mit der bereits genannten Burg Hiltpoltstein und der nebenstehenden Pfarrkirche St. Matthäus aus dem 17. Jh. mit späteren Erweiterungen. Im denkmalgeschützten Kern stehen 17 Gebäude unter Schutz, teils ab dem 16./17. Jahrhundert. Über die Schloßäckerstraße verlassen wir die Bebauung und umrunden sie südlich durch die Felder.

Durch Wald geht es dann aufwärts zum Leidstein (599m), den wir nach rund 7,1km erreichen. Wer bis auf den Gipfel will, muss mit Obacht wandern, Trittsicherheit ist gefordert, da er nicht so gut zugänglich ist.

Die nächsten 2km wandern wir durch den Wald, kommen dann durch Felder wieder in den näheren Beritt von Hiltpoltstein, noch einmal auf und ab durch den Wald und schon bald hat uns die Kulisse eines möglichen mittelalterlichen Vergnügungsparks wieder.

Bildnachweis: Von Alma - eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

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