Hessen-Extratour Knebelsrod


Erstellt von: garmini
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 49 Min.
Höhenmeter ca. ↑249m  ↓249m
Knebelsrod Wegweiser

Der Knebelsrod Bergrücken liegt bei Friedrichhausen im Landkreis Waldeck-Frankenberg und verläuft durch den nördlichsten Teil des Burgwaldes. Er ist die höchste Erhebung (431m) in der Region Burgwald und der Rhein-Weser-Wasserscheide. Südlich des Knebelsrodgipfels befindet sich ein Aussichtsgerüst, welches einen wunderbaren Blick auf Burgwald, Rothaargebirge, Upland, Kellerwald und Lützlergebirge bietet.

Unsere schöne Hessen-Extratour Wanderung startet am Waldrand entlang des Listenbaches abseits der Landstraße. Wir verlassen den Wald, biegen links ab und laufen im offenen Geländer vorbei an Wiesen und Äckern. Rechterhand passieren wir den kleinen Ort Willersdorf, welcher sich südwestlich des Knebelsrods befindet. Willersdorf wurde im 17.Jahrhundert von Bergleuten des Frankenberger Reviers besiedelt, die hier durch besonders harte Arbeit ihren Lebensunterhalt erwirtschaften mussten.

Nach einem kurzen Anstieg erreichen wir die höchste Erhebung im Burgwald, den Knebelsrod. Hier bietet sich die Gelegenheit eine atemberaubende Aussicht über den Nationalpark Kellerwald-Edersee, Upland und Rothaargebirge mit einer Rast zu verbinden.

Nach unserer Pause wandern wir abwärts, überqueren eine Landstraße bevor uns ein Waldweg zur Hauberner Höhe leitet, nordöstlich des Knebelsrods. Hier können wir die beeindruckenden Windräder bewundern. Jedes erste Wochenende im November findet in dem Örtchen Haubern eine Schlepperlingskirmes statt. Hier werden uns die leckeren Schlepperlinge eine traditionelle Speise der Hauberner, die aus Kartoffeln, Eiern, Mehl und Salz bestehen, gereicht.

Weiter geht es Richtung Friedrichhausen. Die Extratour Knebelsrod führt uns um den überschaubaren Ort Friedrichhausen herum. Auf unserem weiteren Weg überblicken wir Frankenberg und bei klarem Wetter können wir auch den Battenberg sehen. Die Stadt Battenberg ist vor allem bekannt durch ihr Besuchbergwerk. Hier können wir unter der Anleitung erfahrener Guidies mehr als 150 Jahre alte Burgbergstollen besichtigen und in das alltägliche Arbeitsleben der früheren Bergleute eintauchen.

Durch den dichten Wald werden wir nun weiter zum Hexentanzplatz geleitet. Der Hexentanzplatz gilt als ehemaliger heidnischer Opferplatz und erinnert an das Schicksal einer Frau, die sogenannte Hexe von Willersdorf. Sie wurde während des Dreißigjährigen Krieges der Hexerei beschuldigt und am Hexentanzplatz hingerichtet. Nun erreichen wir wieder unsere Ausgangslage, den Ortsrand von Willersdorf..

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