Herzog-Jäger-Pfad durchs Schaichtal am Betzenberg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 30 Min.
Höhenmeter ca. ↑410m  ↓410m
Herzog-Jäger-Pfad im Schönbuch Wegzeichen Markierung Beschilderung

Der Herzog-Jäger-Pfad ist ein zertifizierter Premiumwanderweg im Schönbuch. Der Name erklärt sich dadurch, dass wir in einem ehemaligen Jagdgebiet der Herzöge von Württemberg wandern: nämlich am Betzenberg (500m) südlich von Waldenbuch.

Wir starten am Wanderportal am Wanderparkplatz Braunäcker (an der Landstraße von Dettenhausen nach Waldenbuch). Es geht in südliche Richtung ins Schaichtal. Die Schaich ist ein 24km langer Zufluss der Aich.

Das Schaichtal gilt als eines der naturnächsten Bachtäler im Großraum Stuttgart. Seit 1995 ist ein acht Kilometer langes Stück der Schaich auf einer Fläche von knapp 470 Hektar als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Man fand hier u.a. eine Schneckenart (Bauchige Windelschnecke), die in Württemberg als verschollen galt und bisher nur hier lebend gefunden wurde. Üppige Ufervegetation sowie Seen und Tümpel zeichnen das landschaftlich reizvolle Tal aus, das seltene Arten wie Eisvogel, Feuersalamander und Wasseramsel beheimatet.

Wir wandern durchs Schaichtal, passieren den Brückenweiher und später den Steigweiher, kommen am Schwellerstein vorbei, bis wir uns an einem Rastplatz links orientieren. Wir wandern jetzt meistens auf der Neubronnensteige in nördliche Richtung, bis wir erneut an ein großes Wegekreuz kommen und uns hier nach rechts auf den Dettenhäuser Weg orientieren.

Den verlassen wir bald schon wieder nach links und wandern nun zum Waldjugendzeltplatz Viehweide. Der war 1974 der erste Waldjugendzeltplatz in Baden-Württemberg, heute gibt es fast vierzig dieser Einrichtungen.

Wir sind jetzt an der Nordflanke des Betzenbergs. Auf der Kuppe des Betzenbergs steht seit 1976 der 129m hohe Fernmeldeturm Waldenbuch. Der von Weitem sichtbare Turm dient heute dem Mobil- und BOS-Funk.

Durch den schönen Wald des Schönbuchs wandern wir nun südwärts und kommen nach einiger Zeit zum Jakob-Kayser-Stein. In dessen Nähe steht ein Riesenmammutbaum, der sich stolze fünfzig Meter in den Himmel reckt. Am Betzenberg gibt es noch ein paar mehr von der Sorte, die im 19. Jahrhundert hier gepflanzt wurden und dementsprechend schon ein paar Jährchen im Stamm haben.

Auf den letzten Metern des Herzog-Jäger-Pfads passieren wir noch die spärlichen Überreste von Grabhügeln und Friedhöfen aus der Zeit der Kelten und der Römer sowie eine keltische Viereckschanze (vermutlich 1. Jahrhundert nach Christus). Wenig später sind wir wieder am Wanderparkplatz Braunäcker.

Bildnachweis: Von Ulrich Roos [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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