Herzbergturm und Hirschgarten Bad Homburg: Rundtour ab Taunus-Informationszentrum


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 13 Min.
Höhenmeter ca. ↑490m  ↓490m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir beginnen die Wanderung am Wanderparkplatz Hohemark. Wer nicht mit dem Auto anreist, kann genauso gut den öffentlichen Nahverkehr bemühen. Die Endhaltestelle der U 3, der U-Bahnhof Hohemark, ist direkt benachbart, ebenso wie das Taunus-Informationszentrum.

Hinter der Hohemarkstraße (L 3004) geht es in den Brückenweg, dann halten wir uns die erste Möglichkeit links und wandern auf dem Förster-Eigenbrodt-Weg in die Wälder des Taunus hinein. Wir wandern vorbei an der Bärenhöhle und gehen durch den Randbereich des keltischen Heidetränk Oppidums, das europaweit zu den bedeutendsten keltischen Siedlungsplätzen zählt.

Wir halten uns nun in nördliche Richtung, kommen vorbei an der Homburger Hütte und kreuzen das Kalte Wasser, den nördlichen Quellbach des Dornbachs. Es geht weiter auf dem Landgrafenweg ins Heuchelbachtal und dann Richtung Bleibeskopf (480m).

Auf dem Bleibeskopf befand sich in der Bronzezeit (etwa 800 vor unserer Zeitrechnung) eine Siedlung der Urnenfelderkultur. Diese Ringwallanlage ist die älteste im Taunus. Der Ringwall, einst etwa 3 bis 3,5 m breit, 1,8 m hoch und 490 m lang, ist heute noch erkennbar. In die Mauerführung wurden zwei Felsgruppen integriert.

Jetzt wandern wir wieder in nördliche Richtung weiter zum Herzberg (591m), auf dessen Gipfel der Herzbergturm steht. 1891 begannen die Planungen und 1910 hatte man das Geld zusammen: Der Kaiser persönlich genehmigte den Bauplan und der Herzbergturm, 25m hoch, wurde aufgemauert. Von oben hat man einen schönen Blick in die Rhein-Main-Ebene, in den Taunus mit dem Großen Feldberg (881m) und in die Wetterau.

Nach einer längeren und aufwändigen Sanierung ist der Herzbergturm seit 2008 wieder geöffnet. Man muss derzeit 50 Cent Eintritt bezahlen, die dem Wirt des 1932 errichteten Berggasthofs Herzberg zugutekommt.

Über den Marmorstein wandert man zum König-Wilhelms-Weg, passiert später die Luther-Eiche und kommt zum Hirschgarten, einem kleinen Wildpark, der ursprünglich 1698 angelegt wurde. Heute ist der Hirschgarten ein beliebtes Naherholungsgebiet, u.a. auch wegen des Restaurants Hirschgarten Bad Homburg.

Wir kreuzen die Elisabethenschneise, kommen dann zur Obeliskenschneise, der wir nach rechts folgen. Dann geht es links in den König-Wilhelms-Weg und über Hölschersmühle wieder zurück zum Taunus-Informationszentrum und dem Wanderparkplatz Hohemark.

Bildnachweis: Von Kpaugustin [CC0] via Wikimedia Commons

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