Herkulessteine und Johanniswacht: Rundtour im Elbsandsteingebirge


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 47 Min.
Höhenmeter ca. ↑313m  ↓313m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Aussichten wie Perlen an der Schnur kennzeichnen diese kurze Runde im Bielatal, zwischen Bielatal nördlich und Rosenthal südlich. Rosenthal-Bielatal ist nicht nur ein Klettereldorado mit rund 240 Kletterfelsen, sondern eignet sich auch für weniger Krackselambitionierte zum Wandern und Gucken. Die Herkulessteine mit den Herkulessäulen, einem Wahrzeichen des oberen Bielatals, gelten als eine Art Naturwunder.

Wir starten am Hochofen Brausenstein (1693), südlich am Ortsausgang von Bielatal. Die Hammerhütte mit dem Eisenhammer zeigt sich als gemauerter Hochofen, der 1980 rekonstruiert wurde und ein bisschen an einen kleinen Burgturm erinnert. Tafeln erläutern die Produktionstechnik der Hammerhütten im sogenannten Revier des „Pirnisch Eisens“.

Entlang von Waldrand und Feld geht es aufwärts, wobei wir mit etwas Abstand das Jagdschloss Bielatal mit seinen Pavillons und einer kleinen Kapelle streifen. Hier kann man eine Ferienwohnung mieten. Wir kommen in die Ansiedlung Schweizermühle mit der neogotischen Waldkapelle (1891), die 1979 an Privatleute verkauft worden ist. In Schweizermühle ist eine kleine Pension mit Restaurant.

Wir treffen auf die Sophienquelle, links erhebt sich der Aussichtspunkt Nachbar, rechts erstreckt sich das Bielaufer. Wir wandern hoch zum Sachsensein mit Sachsenspitze und genießen die Aussicht auf das Bielatal. Mit Waldbegleitung geht es ins Felsgebiet Johannismauer mit Aussichtsfelsen Johanniswacht.

Wir wandern wieder runter, kommen über den Korbfeilenweg und die Biela, dann hinauf zu den zerklüfteten Herkulessteinen. Die Große Herkulessäule und die Kleine Herkulessäule sind zwei schlanke Felstürme mit einem überhängenden Kopf. Wie gewaltig ist doch die Kraft der Natur, wie klein man selbst. Wir sind beeindruckt.

Das ändert sich auch nicht, weil wir die Kaiser-Wilhelm-Feste erblicken, hoch auf einem Felsen, den wir umrunden werden und wohin wir einen Ausguck-Abstecher machen, sofern auf dem kleinen Stück oben nicht schon zu viel Betrieb ist. Den Einheimischen ist die Kaiser-Wilhelm-Feste unter dem Namen Bielablick geläufig. Der Aussichtspunkt wird geziert durch eine 1880 errichtete künstliche Bastion von einem Baumeister namens Kaiser.

Aussichtsreich wandern wir weiter entlang an, zum Beispiel: Zerklüftete Wand, Kapuziner, Schweizermühlenturm, Hinterer Bielaturm. Wir kreuzen die Straße Schweizermühle, kommen zum Wetterfahnenfels, dem Rosengarten und zur Kleinen Bastei. Auch von hier hat man einen schönen Blick auf die Schweizermühle mit der Waldkapelle, ein bisschen wie Modelleisenbahnlandschaft gucken. Bis zum Ausgangsort haben wir nur noch etwa 1,2km und gehen die auf dem letzten Stück entlang der Straße Schweizermühle.

Bildnachweis: Von Sdo216 [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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