Heldenfinger Kliff und Hungerbrunnental: Jubiläumsweg Heldenfingen


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 40 Min.
Höhenmeter ca. ↑203m  ↓203m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Mit dem Uhrzeiger geht’s rund, einmal um Heldenfingen herum, im Beritt der Gemeinde Gerstetten auf der Ostalb: Heldenfinger Kliff, Hungerbrunnental und „Urmeerpfad“ reihen sich auf.

Das Heldenfinger Kliff, unser Start und Ziel, ist ein flächenhaftes Naturdenkmal und Geotop. Es war vor sehr langer Zeit Teil der Felsküste des tertiären Meers, vor gut und gerne 15 Mio. Jahren. Wellen arbeiteten eine Hohlkehre aus dem Weißjurafels heraus. Wenn man weiß, nach was man genau schauen soll, findet man im Gestein Löcher der fossilen Bohrmuscheln.

Wir wandern in Heldenfingen zum Kindergarten und über den Dettinger Weg, am Rößeweiher vorbei in die kultivierte Landschaft im Hungerbrunnental. Bei der Heuweghütte Heldenfingen mit Grillstelle kann man rasten. Wer beim Hungerbrunnen vermutet, dass der eher trocken als sprudeln ist, liegt richtig. Nur in feuchten Jahren führt die Quelle Wasser.

Aufgrund der unregelmäßigen Schüttung der Quelle dachte man früher, der Hungerbrunnen, von denen es nicht nur diesen einen auf der Schwäbischen Alb gibt, sei als Menetekel nützlich, und man könne daraus schließen, ob es Missernten oder anderes Unheil gäbe. Am Sonntag vor Ostern, dem Palmsonntag, findet im Hungerbrunnental jährlich der Brezgenmarkt statt, wo gut 180 Händler ihre Waren anbieten, nicht nur Brezeln. Seit 1533 ist der Krämermarkt urkundlich bekannt.

Das Tal verlassen wir durch ein Wäldchen, passieren die L1164 und sind von Wiesen und Feldern umgeben. Dort trifft man auf den „Zottligen Baum“ am Themenweg Urmeerpfad. Der 14km lange Urmeerpfad verbindet Gerstetten mit dem Heldenfinger Kliff und gestattet Einblicke in die Erdgeschichte.

Unsere Wanderung führt uns in Richtung Lindenhöfe, durch die Feldflure zurück zum Ausgangsort am Heldenfinger Kliff, wo wir uns nochmal eingehender auf Spurensuche begeben können. Eigens dazu wurde ein geologischer Mehrgenerationenspielpark angelegt.

Bildnachweis: Von Ustill [CC BY-SA 3.0 DE] via Wikimedia Commons

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