Heilbronn: Rundgang durch die Weinstadt am Neckar


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 30 Min.
Höhenmeter ca. ↑312m  ↓312m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Heilbronn, die Weinstadt am Neckar, ist Ausrichter der Bundesgartenschau 2019. Ob zur Buga oder einfach nur so: Heilbronn ist immer eine Reise wert. Warum? Das erleben sie z.B. auf diesem Stadtspaziergang mit Abstecher ins Grüne.

Wir starten am Hauptbahnhof Heilbronn, den man gut u.a. von Stuttgart, Mannheim, Heidelberg und Würzburg erreichen kann. Am Hauptbahnhof stehen auch genügend Parkplätze zur Verfügung für diejenigen, die mit dem Auto anreisen. Das Gelände der Bundesgartenschau liegt übrigens direkt nördlich vom Hauptbahnhof.

Wir gehen durch die Bahnhofstraße zum Neckar, machen einen kurzen Schlenker über den Wilhelmskanal auf die Kraneninsel und gehen vorbei am Experimenta Science Center über die Adolf-Cluss-Brücke in die Heilbronner Altstadt.

Es geht zum Marktplatz, wo unter anderem das auf das 16. Jahrhundert zurückgehende Heilbronner Rathaus mit seiner schmuckvollen Kunstuhr und der Ehrenhalle im Innenhof, das barock anmutende Geschäftsgebäude Haus Zehender, die bis auf das 14. Jahrhundert zurückgehende Sicherer‘sche Apotheke und das Käthchenhaus mit markantem Erker stehen (das Käthchen von Heilbronn weilte hier allerdings nie, denn die bekannte Figur des Käthchens wurde von Heinrich von Kleist frei ersonnen)

Direkt an den Marktplatz schließt sich der Kiliansplatz an und hier steht die evangelische Kilianskirche, deren 1529 vollendeter Westturm mit seinem reformatorischen Bildschmuck als erstes bedeutendes Renaissance-Bauwerk nördlich der Alpen gilt. Hinter der Kilianskirche biegen wir links in die Sülmerstraße.

In der Sülmerstraße kommen wir an der gotischen Nikolaikirche vorbei und halten uns direkt dahinter rechts auf den Berliner Platz. Hier steht das Stadttheater Heilbronn. Wir gehen weiter durch die Geschwister-Scholl-Straße und kommen zum Alten Friedhof, der um 1530 angelegt wurde. Nach 1887 wurde der Alte Friedhof zum Park umgestaltet. Im Alten Friedhof befinden sich über 200 historische Grab- und Ehrenmale, viele davon für Bürgermeister und Prominente.

Durch Weinsberger Straße, Haller Straße und Krugstraße kommen wir in die Weinberge und folgen hier ein Stück dem Heilbronner Weinpanoramaweg. Es geht hinauf auf den Wartberg (313m). Früher hieß der einfach Nordberg, aber als man hier im 12. Jahrhundert einen Wartturm errichtete, wird der Berg Wartberg genannt. 

Vom Wartbergturm lässt sich das gesamte Neckarbecken überblicken. Der Wartbergturm selbst ist wiederum von überall in Heilbronn zu sehen, so dass er eine bekannte Landmarke darstellt. Der Wartbergturm erhielt seine Zinnen erst durch eine Restaurierung 1863-68. Seit 2002 ist die Lichtskulptur Sonnenstrahl für Heilbronn auf ihm installiert. Die Wartberggaststätte am Turm besteht seit 1792 (wobei das heutige Gebäude im Kern 1846 erbaut wurde).

Wir wandern weiter zum Galgenberg, genießen herrliche Aussichten auf das Neckartal, kommen an der Schillereiche vorbei und halten uns später rechts zurück in die Stadt. Es geht vorbei am Trappensee und durch den Pfühlpark, wo der Pfühlbach den Pfühlsee befüllt.

Jetzt geht es wieder in die Altstadt. Hier stoßen wir auf den Deutschhof, der auf die um 1225 gegründete Heilbronner Kommende des Deutschen Ordens zurückgeht. Hier befinden sich heute u. a. die Städtischen Museen, das Stadtarchiv Heilbronn mit seinem Haus der Stadtgeschichte und die Volkshochschule.

Am Fleischhaus halten wir uns links und sind wieder am Neckar. Das Fleischhaus wurde um 1600 errichtet und diente im Erdgeschoss einst als Markthalle der Heilbronner Fleischer, im Obergeschoss als Gerichts- und Hochzeitssaal. Wir folgen dem Neckar zur Götzenturmbrücke. Der 30 Meter hohe Götzenturm entstand 1392 und schützte die südwestliche Ecke der spätmittelalterlichen Stadtmauer. Dann kommen wir wieder zum Hauptbahnhof Heilbronn.

Bildnachweis: Von Aisano [FAL] via Wikimedia Commons

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