Heidelbeerweg Enzklösterle (Schwarzwälder Genießerpfade)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 33 Min.
Höhenmeter ca. ↑499m  ↓499m
Schwarzwälder Genießerpfad Heidelbeerweg Enzklösterle

Wir wandern heute eine wunderschöne Runde durch das Enztal und die es umgebenden Berge bei Enzklösterle. Enzklösterle liegt im Nordschwarzwald grob zwischen Pforzheim und Freudenstadt.

Enzklösterle wird liebevoll auch das Heidelbeerdorf im Schwarzwald genannt. Denn die Tannenwälder, die Enzklösterle umgeben, liefern den perfekten Nährboden für die süßen, lilafarbenen Waldbeeren. Durch diese Wälder wollen wir auf dem als Schwarzwälder Genießerpfad ausgewiesenen Heidelbeerweg wandern.

Wir starten unsere Wanderung vor der Touristeninformation auf der Friedenstraße, mitten im Ortskern von Enzklösterle. Noch in der Ortschaft wandern wir durch den Kurpark Enzklösterle, entlang am Heidelbeer-Haus und überqueren die forellenreiche Große Enz.

Der Aichelberger Weg führt uns auf den Enztraufweg und in die Tannenwälder östlich von Enzklösterle. Wer die Augen offen hält, wird Schilder sehen, die den Weg des Genießerpfades zeigen und die ein oder andere spannende Information über den Wald und seine Bewohner bereit halten.

Die Landschaft ist geprägt von hohen Tannen, Birken und Kiefern, moosbedeckten Felsen, Farn und Heidelbeersträuchern. Der Wanderweg geht mäßig bergauf, der Untergrund wechselt in seiner Beschaffenheit. Nach etwa einem Drittel der Wanderstrecke erreichen wir auf 810 Meter Höhe eines der Highlights unserer Wanderung: das Plateau des Schöllkopfs (810m). Der Ausblick von hier oben, hindurch zwischen den schmalen Tannen, die sich gen Himmel recken, lädt zum Träumen ein.

In einem Bogen wandern wir zurück Richtung Enztal, dann entlang des kleinen, verspielten Bachs Lappach, der der Enz zufließt. Wir durchqueren Enzklösterle, doch unsere Wanderung ist noch nicht vorüber.

Entlang der Enz spazieren wir bis zum Kulturdenkmal Rußhütte. Die alte, steinerne Rußhütte wurde 1829 erbaut und ist die wahrscheinlich einzig so gut erhaltene ihrer Art in Deutschland. Noch bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde hier Kienruß hergestellt, den man damals zum Schwärzen verwendete.

Wir wandern den Weg weiter bis zu der Waldschaukel am Aussichtspunkt Erdbeerplatte. Von hier aus hat man einen wundervollen Ausblick ins Enztal. Den Fotoapparat sollte man auf einer Wanderung wie dieser ohnehin nicht zu Hause vergessen, aber hier oben lohnt es sich besonders. 

Auf dem Hirschtalweg wandern wir ins Obere Enztal, westlich von Enzklösterle, und stoppen am Rotwildgehege Enzklösterle. Zehn bis fünfzehn Tiere leben in dem groß angelegten Gehege. Informationstafeln füttern den Besucher mit spannendem Wissen über die Rothirsche und ihren Lebensraum. Weiter über den Hirschtalweg wandern wir zurück nach Enzklösterle und gelangen, entlang des Kurparks, zu unserem Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: RalfGB [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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