Hartershausen

Hartershausen liegt direkt an der Fulda. Der Stadtteil von Schlitz wurde 871 von König Ludwig dem Deutschen der Abtei Fulda geschenkt. Der historischen Bedeutung geschuldet, verfügt Hartershausen nicht nur über ein schmuckes Dorfgemeinschaftshause, das in dem stattlichen Hohhof aus dem 16. Jahrhundert eingerichtet wurde.

Auch eine der ältesten Kirchen im Schlitzerland steht in Hartershausen: die evangelische Nikolaikirche in Hartershausen. Die Nikolaikirche wurde im 13. Jahrhundert auf einem Bergsporn zwischen der Fulda und dem alten Graben erbaut. Die Kirche bezaubert durch ihre gotischen und frühgotischen Stilelemente, außen wie innen. Die Orgel der Kirche stammt aus dem Jahr 1685 und ist damit eine der zehn ältesten, die in ganz Hessen gespielt werden.

Westlich von Hartershausen ragt am Seeberg (324m) ein Gemäuer mahnend über die Baumwipfel: die Burgruine Seeburg, auch Alte Mauer genannt. Der aus dem 12. - 13. Jahrhundert stammende Wohnturm hatte einst vier Stockwerke. Ein Drittel seiner Bausubstanz ist heute noch erhalten. Das Untergeschoss hat 1,7m dicke Mauern und an der Ostseite sind Reste einer Kaminanlage zu sehen, was die Vermutung unterstreicht, dass es sich um einen Wohnturm handelt. Die alte Mauer steht in der Hartershäuser Feldgemarkung. Einst war um sie herum eine strategisch wichtige Kreuzung.

Fuldaabwärts in Richtung Schlitz liegt das malerische Dörfchen Üllershausen. Neben der evangelischen Valentinskirche, die 1584 erstmals erwähnt wurde aber wahrscheinlich einen Vorgängerbau hatte, fällt vor allem die Zehntscheune Üllershausen ins Auge, die im 17. Jahrhundert errichtet und 1979 durch die Bürgerinitiative gegen Landschaft- und Lebensraumzerstörung im Schlitzerland renoviert wurde.

Flussaufwärts in Richtung Lüdermünd kommt man nach Hemmen. Nach Südosten erstreckt sich der Hemmener Wald und in ihm liegt die Teufelskaute, ein kleiner, verwunschener Kratersee.