Happerschoß


Die östliche Grenze der Wanderregion Unteraggertal bildet die Bröl. Sie trennt das Unteraggertal vom Nutscheid. Nach Norden schließt sich die Mucher Hochfläche an. Zwischen der Bröl und dem Wahnbach liegt Happerschoß, der größte Ort im unteren Bröltal. Der Ort liegt an der Spitze eines Bergrückens. Von hier aus hat man eine gute Aussicht in das Siegtal und hinein in den Westerwald im Süden, das Siebengebirge im Westen und die Kölner Bucht im Nordwesten.

In der Kirchgasse von Happerschoß findet sich die unter Erzbischof Anno II. (1010 – 1075) erbaute Pfarrkirche St. Remigius. 1807 zerstörte ein Großbrand das Kirchgebäude sowie 36 Wohnhäuser und 24 Scheunen; lediglich einige sakrale Gegenstände konnten aus der Kirche gerettet werden. 1818 wurde die Kirche St. Remigius durch Bürgerinitiative neu aufgebaut.

Zwischen Happerschoß und dem Nachbarort Heisterschoß kann der interessierte Wanderer ein Stück auf dem Planetenweg gehen, der am Fußballplatz von Happerschoß beginnt. Entlang des Weges wird ein maßstabsgerecht verkleinertes Modell des Sonnensystems dargestellt.

Nördlich von Happerschoß liegt Heisterschoß, das noch bis 1956 zur damals eigenständigen Gemeinde Happerschoß gehörte. Sehenswert in Heisterschoß ist der ehemalige Wasserturm an der Hauptstraße, der heute als privates Wohnhaus dient. Auf dem Weg nach Happerschoss liegt außerdem eine kleine Fachwerkkapelle.

Heisterschoß ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen zur Wahnbachtalsperre. Auf dem Weg dorthin ist der ehemalige Brandweiher in der Teichstraße beliebtes Etappenziel für Wanderer. An der Teichanlage gibt es auch eine Gaststätte, an der jährlich im August das Teichfest stattfindet.

Direkt am Ufer der Bröl liegt die Ortschaft Bröl, nordöstlich von Hennef-Müschmühle, wo die Bröl in die Sieg mündet. In Bröl entstand die heute weltweit verbreitete Idee der Jugendherberge. Richard Schirrmann – damals Lehrer im sauerländischen Altena – war mit Schülern auf einem Wanderausflug, als es begann, zu regnen. Man fand Unterschlupf in der Dorfschule von Bröl. Das war am 26. August 1909, und in dieser Nacht in Bröl kam Schirrmann auf die Idee, ein Netz von Herbergen für die Jugend einzurichten.


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