Halden-Hopping: Die sieben schönsten Rundtouren auf die Berge des Ruhrgebiets

Das Ruhrgebiet ist eigentlich ziemlich flach. Aber da man ja ziemlich lange Kohle und Erz aus dem Boden geholt hat und ziemlich viel Eisen produziert hat, hatte man ziemlich viel Abraum, Schlacke etc. zu verstauen und so entstanden Halden, oft über 100m hoch. Halden – die Berge des Ruhrgebiets.

Im Ruhrgebiet entstanden im Lauf der Zeit rund 250 solcher Halden und viele dieser neuen Berge wurden mit dem Niedergang der Stahl- und Kohleindustrie renaturiert und teilweise durch Kunstinstallationen, Beleuchtung oder Aussichtspunkte richtig aufgewertet. Eine einzigartige Kultur- und Naturlandschaft ist entstanden und die kann man auf diesen sieben Wegen prima erkunden.

1. Halde Hoheward und Ewaldsee

Südlich von Herten wandern wir auf dieser Tour zur Halde Hoheward, stolze 152m hoch. Schon von weitem kann man die runden Stahlbögen des Horizont-Observatoriums erblicken. Von hier hat man einen herrlichen Panoramablick übers Ruhrgebiet. Später geht’s noch durch den Emscherbruch und zum Ewaldsee.

Rundwanderung Über die Halde Hoheward, 16km, ca. 4 Stunden Gehzeit

2. Ruhrromantik in Gelsenkirchen: Halde Rungenberg

Vom Schloss Berge geht es zum Berger See und dann hinauf auf die Halde Rungenberg. Von hier sehen wir u.a. das Stadion auf Schalke. Auf der Rungenberg-Halde türmen sich zwei Dreieckspyramiden etwa 60m über dem Umgebungsniveau. Auf jedem Pyramidendach steht ein großer Spiegelscheinwerfer. Wenn die beiden an sind, werfen ihre sich kreuzenden Strahlen ein weiteres Dreieck in den Nachthimmel, das sogenannte Nachtzeichen.

Rundwanderung zur Halde Rungenberg, 10km, ca. 2,5 Stunden Gehzeit

3. Zur Himmelstreppe auf der Halde Rheinelbe

Vom Rathaus in Essen-Kray aus starten wir die Halden-Wanderung, gehen durch den Landschaftspark Mechtenberg und zum Essener Bismarckturm und steigen dann auf die Halde Rheinelbe. Die ist nicht begrünt, so dass wir die ganze Zeit wunderbare Aussichten über das Herz des Ruhrgebiets haben.

Rundwanderung zur Halde Rheinelbe, 14km, ca. 3 Stunden Gehzeit

4. Halde Schwerin mit begehbarer Sonnenuhr

Wir sind unterwegs in Castrop-Rauxel. Es geht los am Goldschmieding-Park. Wir passieren den Hammerkopfturm Erin Schacht 3 und kommen dann zur Halde Schwerin. Auf deren Gipfel wurde eine begehbare Sonnenuhr eingerichtet aus 24 großen Edelstahlstehlen.

Rundwanderung auf die Halde Schwerin, 6km, ca. 1,5 Stunden Gehzeit

5. Entlang der Emscher und hinauf auf die Schurenbachhalde

Die Emscher fließt zentral durchs Ruhrgebiet. Hier starten wir und wandern gleich hinauf auf die Schurenbachhalde, die 1986 in Ruhestand geschickt wurde und damit eine der jüngsten Halden im Ruhrgebiet ist. Durch den Nordsternpark geht es zurück, eingefasst von Emscher und Rhein-Herne-Kanal.

Rundwanderung Schurenbachhalde und Nordsternpark, 7km, ca. 2 Stunden Gehzeit

6. Die Braucker Alpen in Gladbeck

Direkt mehrere Halden am Stück liegen im Süden von Gladbeck und man nennt die durch Menschenhand geschaffene Hügellandschaft vor Ort Braucker Alpen. Hier kann man Halden-Hopping im wahrsten Sinne betreiben, nämlich von einer zur nächsten Halde spazieren und sich von den unterschiedlichen Perspektiven beeindrucken lassen.

Rundwanderung in die Braucker Alpen, 10km, ca. 2,5 Stunden Gehzeit

7. Auf den Bottroper Tetraeder

210 Tonnen Stahl, verarbeitet in der Form eines Tetraeders: Ein Kunstwerk, das zugleich Aussichtsturm ist und zu den bekanntesten Landmarken im Ruhrgebiet zählt. Wir verbinden den Ausflug zum Tetraeder Bottrop mit einem Spaziergang durch die Gartenstadt Welheim, eine typische Bergarbeitersiedlung aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Rundwanderung Tetraeder Bottrop, 6km, ca. 1,5 Stunden Gehzeit

Bildnachweis: Von Arnold Paul - Selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0, Link

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