Hahnenklee-Bockswiese Rundwanderung (Harz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 20 Min.
Höhenmeter ca. ↑437m  ↓437m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Zwischen Hahnenklee und Bockswiese verläuft diese Wanderung über den 726m hohen Bocksberg, entlang des Liebesbankwegs mit hübschen Rastplätzen, kunstvoll individuelle gestaltet. Wir erwandern ein Oberharzer Wasserregal, von der UNESCO als Weltkulturerbe geschützt, ein Buddhistisches Zentrum und eine fantastische Kirche.

Start ist am klangvollen Tor der Liebe und dem Parkplatz am Bocksberg in Hahnenklee. Auf den Bocksberg führt auch eine Seilbahn und ein Sessellift. Von oben aus kann man mit dem Bocksbergbob wieder runterrutschen.

Marmor, Stein und Eisen bricht, aber … das Tor der Liebe aus Granit nicht. Hier kann man durch den Stein wandern. Es geht bergauf entlang des Liebesbankwegs und zur nächsten Stelldichein-Bank. Die Bänke folgen im Thema den Ehejahren, vom Rendezvous zur Verlobung, es wird geheiratet und dann ziehen die Jahre ins Land über Papier, Holz, Rosen, Nickel, von den Metallen zu den Veilchen, Glas und Porzellan und wenn davon noch was heil geblieben ist, feiert man Silberhochzeit. Die höchste Stufe ist die Kronjuwelenhochzeit: 75 Ehejahre!

Wir sind quasi noch am Anfang, wenn wir oben am Bocksberg mit der Bocksberghütte angekommen sind und könnten jetzt schon jemanden „Schlittenfahren“ schicken. Tun wir aber nicht und wandern gemeinsam talwärts zum Oberharzer Wasserregal. Der Auerhahner Teich rechterhand wurde 1684 angelegt, linkerhand ist der Neue Grumbacher Teich, um den wir gehen werden. Das Oberharzer Wasserregal zählt zu den weltweit bedeutsamsten Wasserwirtschaftssystemen des Bergbaus in der vorindustriellen Zeit. Der Auerhahn-Teich ist der erste in der Auerhahn-Kaskade.

Dann kommen wir zum Oberen Grumbacher Teich und dem Mittleren Grumbacher Teich. Dazwischen stehen zwei Harzgondeln aus 200 Jahre alten Eichenstämmen geschnitzt, mit Blick auf das Wasser. Zwischen dem Mittleren Grumbacher Teich und dem folgenden Oberen Flößteich ist ein Märchenweg. Und wenn sie nicht gestorben sind … da hören die Märchen ja zumeist auf und lassen das Ende offen. Der Harz hat die Antwort: feiern sie nach 40 Jahren die Rubinhochzeit. So heißt die nächste Bank.

Wir queren das Ende des Unteren Flößteichs und kommen via Grabenweg nach Bockswiese. Hahnenklee-Bockswiese ist übrigens ein Ortsteil und gehört zur Stadt Goslar. In Bockswiese gibt es sogar ein Buddhistisches Zentrum, das Meditation und Qigong anbietet.

Wenn wir Bockswiese verlassen, kommen wir zum Kuttelbacher Teich und wandern mit dem Bogen von Kuttelbach und Grumbach. Die Schleife führt uns durch den Wald am Kuttelbacher Berg und wir kommen zum Kuttelbacher Teich zurück. Jetzt geht’s nach Hahnenklee zum Großen Kranicher Teich mit Kleinem Kranicher Teich.

Eine Sehenswürdigkeit ist die Gustav-Adolf-Stabkirche von 1908. Sie ist nicht nur von außen eine Besonderheit. Die Stabkirche wurde im skandinavischen Stil aus aufrechtstehenden Hölzern erbaut und lässt einen irgendwie an ein Schiff und an einen Tempel denken. Das Thema Schiff greift der Deckenleuchter im Inneren auf wie ein Steuerrad. Die Kirche ist ein Erlebnis. Für manche vielleicht auch der Start für einen langen Liebesweg?

Bildnachweis: Von Kassandro [GFDL] via Wikimedia Commons

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