H5: 18 Kilometer Rundweg "Herdecke- Westende- Kirchende- Ostende"


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Wegweiser
Länge: 18.06km
Gehzeit: 04:39h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Diesen Rundweg kann man natürlich an jeder beliebigen Stelle beginnen. Eine gute Möglichkeit befindet sich südöstlich des Mühlencenters in Herdecke an der Ruhr. In 200 Metern Entfernung liegt eine Bushaltestelle, an der alle Herdecker Buslinien zusammenlaufen, und auch der Bahnhof Herdecke befindet sich in nur einem Kilometer Entfernung.

Startet man in nördliche Richtung, passiert man zunächst das Mühlencenter und die untere Hauptstraße, um nach rechts in die Fußgängerzone abzubiegen.Nach der Bahnhofstraße quert man die Hauptstraße, um über die Straße Am Pannenstiel den Herrentisch zu erklimmen. Diese Passage ist eine der steilsten Strecken in Herdecke. Man folgt dem Bergrücken in nordöstliche Richtung bis zur Überquerung der Wittbräucker Straße,nach der man in den Villen vorort Ahlenberg einbiegt. Von hier geht es am Golfplatzvorbei, passiert die Dortmunder sowie im weiteren Verlauf die Wittener Landstraße und folgt der Straße Im Wiesengrundzur Kirchender Dorfkirche.

Ende

Von 890 ist die erste Erwähnung von Ende als „Emnithi“ verzeichnet. Dieser altsächsische Begriff wird vielfach als „Einöde“ gedeutet, könnte aber auch Heide- bzw. Weidefläche bedeuten. Er ist wahrscheinlich sächsischer Herkunft. Im 13. Jahrhundert wurden Kirchende sowie West- und Ostende bereits namentlich erwähnt. Das belegt, dass es zu dieser Zeit schon eine Kirche in Ende gegeben hat. Der Turm der Kirche stammt wahrscheinlich aus dem 11. Jahrhundert. Das Schiff wurde 1756 bis 1759 errichtet. Die Bezeichnungsweise nach Himmelsrichtungen ist spezifisch für den sächsischen Sprachgebrauch. In England kennt man beispielsweise die Gebiete Wessex, Sussex und Essex, was Westsachsen, Südsachsen und Ostsachsen bedeutet. In Ende gab es nach den alten Gruppensiedlungen nachweislich im Mittelalter schon weitere vereinzelte Niederlassungen in den späteren Bezirken Schraberg/Semberg/Schnee sowie am heutigen Ahlenberg.

Hier biegt man nach Norden ab, um eine Schleife durch die Höhungen des Schrabergs und des Poethens zu wandern. Schließlich geht es zurück nach Kirchende. Südlich des kleinen Ortskerns befinden sich die Mühlenteiche, die durch den Ender Bach gespeist werden.

Mühlenteiche

An diesem Bach standen einst mehrere wasserbetriebene Mühlen, die dem so genannten „Ender Mühlental“ den Namen gaben. Bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts erwähnt, wurde der Betrieb in den Mühlen aber im 19. Jahrhundert nach und nach wieder eingestellt. Das letzte Überbleibsel aus dieser Zeit ist eine ehemalige Sägemühle, heute ein auffälliges Backsteingebäude unterhalb von Gut Schede. Die Ender Talstraße wurde in den frühen 1980er Jahren im Zusammenhang mit der Bebauung des Ender Tals angelegt und verbindet die Straße Herdecker Bach mit der Gederner Straße.

Nach einem Kilometer an den idyllisch gelegenen Teichen erreicht man den Hickenstein, ebenfalls eine der steilsten Passagen Herdeckes, die bis zum 19. Jahrhundert vornehmlich von Köhlern und Waldarbeitern genutzt worden ist. Auf dem Bergkamm quert man den Oberen Dellenweg, geht bis zur großen Wegekreuzung mit der Schutzhütte den Berg hinunter und dann wieder zum Oberen Dellenweg. Am Wanderparkplatz geht man den Berg über den Waldweg herunter bis zu den Ufern der Ruhr am östlichen Ende des Harkortsees.

Harkortsee

Der im Westen von Herdecke befindliche und 1931 fertiggestellte Harkortsee ist mit gut 3 Kilometern Länge und 330 Metern Breite etwas kleiner als der Hengsteysee. Genau wie dieser diente er aber auch als Flusskläranlage. Auch hier befördert ein Fahrgastschiff Gäste: die MS Friedrich-Harkort pendelt vom 1. April bis 31. Oktober zwischen der Anlegestelle Herdecke an der Ruhrbrücke und der Nachbarstadt Wetter. Das Schiff fungiert aber auch als Außenstelle des Standesamts Herdecke, so dass auf dem Wasser Trauungen vollzogen werden können. Pate für See und Schiff stand der so genannte „Vater des Ruhrgebiets“, Friedrich Harkort (1793-1880).

Wie auf dem Hengsteysee findet hier vielfach Wassersport, unter anderem des Ruderclubs Westfalen Herdecke, statt, sogar Kanupolo wird am Kanuclub Wetter gespielt. Auch am Harkortsee liegen an den Ufern Wander- und Radfahrwege.

Hier befindet sich eines der Wahrzeichen von Herdecke, der Viadukt.

Viadukt

Den Übergang von der Ruhr zum Harkortsee markiert ein Wahrzeichen der Stadt Herdecke: der 1878 fertiggestellte Viadukt. 1943 wurde die Eisenbahnbrücke bei der Möhneseekatastrophe schwer beschädigt, 1952 aber wiedererrichtet.

Dort biegt man nach links ab und folgt dem Weg an der Ruhr bis zurück zum Ausgangspunkt.

Autor: Sherlock
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