Hümerich-Runde (Drachenfelser Ländchen)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 24 Min.
Höhenmeter ca. ↑100m  ↓100m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Berkum ist ein Ortsteil der Gemeinde Wachtberg, deren Gemarkung bei Wanderern auch als Drachenfelser Ländchen bekannt ist, weil man von hier so einen schönen Blick aufs Siebengebirge rund um den Drachenfels (321m) am anderen Rheinufer hat.

Das Drachenfelser Ländchen zählt zum Naturpark Rheinland und vom Naturpark ist die kleine Hümerich-Runde ausgeschildert worden. Wir beginnen die Wanderung am Wachtberg (258m) und genießen den weiten Blick über die Voreifel und ins Siebengebirge. Dann halten uns erst mal südlich Richtung Hümerich.

Am Hümerich steht das Radom Wachtberg. Ein Radom ist eine Radarkuppel (vom Englischen radar dome) und das von der Fraunhofer Gesellschaft in Berkum betriebene Radom Wachtberg ist die größte dieser Anlagen weltweit. Die Außenhülle hat einen Durchmesser von 47,5m und ist 54,5m hoch. Der Parabolspiegel im Inneren wiegt stolze 240t und liefert – soweit öffentlich bekannt – die höchste Qualität an Radarabbildungen von Weltraumobjekten.

Wir folgen dem Weg Am Hümerich und spazieren Richtung Domsteinbruch. Am Berkumer Hohenberg (263m) erwarb der Kölner Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner 1837 einen Steinbruch und ließ hier rund 5.000 Kubikmeter Trachyt abbauen. Weil der Berkumer Trachyt leicht verwittert, wurden die im Kölner Dom verwendeten Steine aus Berkum im Volksmund Tränen des Kölner Doms genannt.

Am Ende des Wegs stoßen wir auf eine Straße (Am Bollwerk) und folgen dieser links hinein nach Berkum. Vorbei an der katholischen Kirche kommt man zur alten Kirche St. Gereon aus dem 18. Jahrhundert.

Direkt am Rathaus der Gemeinde Wachtberg in der Rathausstraße gibt es seit 2003 einen naturnahen Schaugarten, der zeigt, wie schön naturnahe Gärten sein können und wie sich Naturschutz selbst auf kleinstem Raum verwirklichen lässt.

Nun geht es auf der Hümerich-Runde zum Stumpeberg (230m). Hier wurden ebenfalls Steine gebrochen und man erhält einen Einblick in einen erloschenen Vulkanschlot. Und auch der Fernblick überzeugt mit schöner Sicht über die Vulkanlandschaft des Drachenfelser Ländchens.

Wir machen einen kleinen Abstecher nach Norden und kommen dann wieder zurück nach Berkum. Oberhalb von Burg Odenhausen – einer privat bewohnten mittelalterlichen Burg, die im 16. Jahrhundert im Renaissance-Stil ausgebaut wurde – hält man sich rechts und kommt zurück zum Wachtberg.

Bildnachweis: Von JWohlfahrt [GFDL], via Wikimedia Commons

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