Hülscheid

Hülscheid ist deutlich älter als der heutige Hauptort Schalksmühle. Schon 1308 wird der Ort in Aufzeichnungen des Erzbistums Köln erwähnt, während Schalksmühle erst 1407 auftaucht. Den Namen gab dem Ort übrigens die europäische Stechpalme, die Gartenfreunden als Ilex ein Begriff ist. Eine regionale Bezeichnung für diese Pflanze, die rund um Schalksmühle häufig vorkommt, ist Hülsbusch oder Hülse, wovon sich Hülscheid unschwer ableiten lässt.

Bis ins Jahr 1592 bestand die 1350 gegründete Freigrafschaft Hülscheid, und auch das Kirchspiel Hülscheid hatte große Bedeutung. Aus dieser frühen Zeit stammt die evangelische Kirche Hülscheid. Sie ist als Saalkirche mit eingezogenem, quadratischem Chor ausgeführt. Auch der Turm an der Westseite des Gebäudes ist quadratisch im Grundriss und trägt einen eingezogenen Spitzhelm. Interessant sind vor allem die beiden großen Glocken. Sie sind auf die Jahre 1482 und 1487 datiert. Eine weitere, kleine Glocke stammt sogar aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts.

Direkt benachbart, und heute deutlich größer als Hülscheid, ist der Schalksmühler Ortsteil Heedfeld. Auch hier sollte man sich bei einer Stippvisite die weiß verputzte evangelische Kirche aus Bruchsteinmauerwerk anschauen. Sie entstand 1719-20. Sehenswert an der Saalkirche mit Tonnengewölbe sind vor allem der eingezogene Chor mit 5/8-Schluss und der barocke Kanzelaltar. Aber auch der prägnante, dreigeschossige Turm mit seinem eingezogenen Spitzhelm, dem quadratischen Grundriss und dem Rundbogenportal verdient einen zweiten Blick.

Neben der Kirche steht seit 1983 ein Haferkasten. Allerdings diente dieser damals schon lange nicht mehr seinem ursprünglichen Zweck. Der war, wie es der Namen andeutet, die Aufbewahrung von Getreide gewesen. Nachdem er restauriert worden war, fand er hier neben der Kirche eine neue Aufgabe als Denkmal. Ursprünglich stammt er aus dem Jahr 1742.

Regionaler Bezug:

Schalksmühle Märkischer Kreis Nordrhein-Westfalen Hälvertal Ebbegebirge Sauerland