Höhenweg Sankt Andreasberg von der Jordanshöhe zu den Bergwiesen und der Matthias Baude


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 29 Min.
Höhenmeter ca. ↑602m  ↓602m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Bergstadt Sankt Andreasberg liegt am Rande des Nationalparks Harz und gehört seit 2011 zur Stadt Braunlage. Sankt Andreasberg wird eingerahmt von Harz-Gipfeln wie der Jordanshöhe (723m) und dem Galgenberg (594m) sowie dem Naturschutzgebiet Bergwiesen bei St. Andreasberg. Die schönste Wanderzeit ist der Sommer, wenn die Bergwiesenblumen blühen.

Wir starten auf einem der Parkplätze auf der Jordanshöhe, die an der Clausthaler Straße liegen, wo der Wanderweg „Auf der Kuppe“ beginnt. Auf den biegen wir auch ein und gehen gegen den Uhrzeigersinn über den mit „H“ gekennzeichneten Höhenweg. Die Kuppe bringt es übrigens auf 729m und ist der eigentliche Berg, während die Jordanshöhe nur ein Nebengipfel der Kuppe ist.

Wir gehen an Gehöften vorbei durch die Wiesen zur Kurt-Beulecke-Hütte und sind jetzt auf rund 590m. Jetzt halten wir uns links in Richtung Sankt Andreasberg, wobei wir den Bach Sperrlutter überqueren, der auf 11km von der Jordanshöhe aus der Oder zufließt. Wir gehen entlang des Gerenner Wegs gehen mit schönen Aussichten auf die Bergstadt Sankt Andreasberg.

Über die Straße Bäckerhügel kommen wir in den bebauten Bereich. Über die Mühlenstraße und Krumme Straße machen wir uns auf den Weg zum Galgenberg via Fritz-Schlamelcher-Weg. Auf dem Galgenberg (594m) stand im 17. Jahrhundert tatsächlich ein Galgen und an dem wurden Bedienstete, die sich einer Untreue schuldig gemacht hatten, aufgeknüpft. Näheres erfährt man in der Straße „Auf der Höhe“ an dem Abzweig zur steilen Arme-Sünder-Gasse. Schichtmeister eines Bergwerks hatten Gelder statt an die Eigner zu zahlen, anderweitig verwendet.

Wir gehen nicht den Weg der Verurteilten, sondern folgen dem Schwalbenherd, biegen rechts ab und gehen am Hang lang über die „Schiefe Halbe“ beim Glockenberg (627m). Der niedrigste Punkt der Wanderung ist an der Siedlung Silberhütte. Wir folgen dem Hüttenweg und gehen ein Stück durch den Wäschegrund. Von der Straße biegen wir nach rechts ab und sind aufsteigend unterwegs, rund um den Vogelsang.

Nächstes Highlight mit Einkehrmöglichkeit ist das Berggasthaus Matthias Baude auf dem Matthias-Schmidt-Berg (663m). Hier sind auch Lifte und eine Sommerrodelbahn.

Durch das Naturschutzgebiet Bergwiesen bei St. Andreasberg gehen wir Richtung Oderberg. Über den Weg „Am Gesehr“ kommen wir auf die Jordanshöhe mit dem Naturfreundehaus und Schullandheimen. Nördlich von uns liegt die Sternwarte Sankt Andreasberg am Rehberg, bei der Tagungsstätte Internationales Haus Sonnenberg.

In Sankt Andreasberg ist die Grube Samson mit Bergbaumuseum sehenswert. Das Bergwerk ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes im Oberharz. Hier ist auch das Harzer-Roller-Museum untergebracht. Das ist kein Käse sondern der Harzvogel. Dem Kanarienvogel kam im Bergbau eine lebenswichtige Aufgabe zu. Die Grube Samson, wo bereits im 16. Jahrhundert Silbermineralien abgebaut wurden, liegt am Kurpark.

Bildnachweis: Von Kassandro [GFDL], via Wikimedia Commons

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