Großostheimer Kapellenweg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 30 Min.
Höhenmeter ca. ↑249m  ↓249m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Großostheim liegt in der Dieburger Bucht und zwar im bayerischen Teil derselben, den man auch unter der Bezeichnung Bayerischer Untermain kennt. Heute wandern wir südlich von Großostheim und werden auf unserer Runde nicht nur Weinberge, sondern auch eine ganze Reihe Kapellen sehen.

Wir starten am Parkplatz an der Mömlinger Straße am südlichen Ortsausgang von Pflaumheim. Unser erstes Ziel ist die St. Anna Kapelle, vor Ort einfach nur Anneheisje genannt. Die kleine Flurkapelle wurde 1844-45 auf einer Anhöhe errichtet (die man heute folgerichtig Annahöhe nennt). Zuvor hatte es hier auch schon eine Kapelle gegeben, die im späten Mittelalter gebaut wurde. Vom Anneheisje aus hat man einen schönen Rundblick. Es wird überliefert, dass der bayerische König Ludwig I. bei seinen Aufenthalten in Aschaffenburg immer eine Weile auf der Annahöhe war, um den Rundblick zu genießen.

Es geht weiter in nordöstliche Richtung. Am Haarstallweg treffen wir auf die Alt-Heilig-Kreuz Kapelle. Es geht die Sage um, dass hier einst die erste Großostheimer Kirche gestanden haben soll, belegt ist das aber nicht. Im Inneren des winzigen Gotteshauses findet sich eine Herz-Jesu-Statue, seitlich des Eingangs ein Bildstock aus dem Jahre 1679.

Wir wandern durch die Gemarkung Ochsenstutz und vorbei an der Pferdeklinik Großostheim zur Großostheimer Reischklinge. Die wurde schon im 13. Jahrhundert in Aufzeichnungen genannt. Zwischenzeitlich war der Weinbau in Großostheim zum Erliegen gekommen, aber seit dem frühen 20. Jahrhundert werden wieder Trauben geerntet.

Vorbei am Wanderparkplatz Reischklinge wandern wir über Hainberg und Höhenberg zum Wendelinshof. Hier steht die Wendelinuskapelle, die wohl 1607 errichtet wurde. An der Wendelinuskapelle gibt es einen kleinen Rastplatz.

Durch die Wolfsschlucht im Lengtal erreichen wir die Mariengrotte, die nach dem Zweiten Weltkrieg vom örtlichen Natur- und Vogelschutz angelegt wurde. Wir wandern weiter und kommen nach einiger Zeit zum Schützenhaus Großostheim und sind dann ruckzuck wieder zurück am Parkplatz, wo wir unsere Tour begonnen haben.

Bildnachweis: Von Max Frey [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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