Groß-Eichen

Groß-Eichen liegt inmitten der Täler von Sausel und Rauchel, zwei Bächen, die im Hohen Vogelsberg entspringen. Die Sausel heißt an ihrer Quelle am Osthang des Sieben Ahorn (753m) noch Ilsbach und mündet nach 21km bei Flensungen in den Seenbach. Auch die Rauchel hat an ihrer Quelle bei Feldkrücken noch einen anderen Namen und erblickt das Licht der Erde als Gilgbach. Die Rauchel mündet bei Groß-Eichen in die Sausel und hat bis dahin 16km zurückgelegt. An der Mündung liegt das Naturschutzgebiet Talaue von Sausel und Rauchel. Hier gibt es noch Bestände der selten gewordenen Bachmuschel.

In Groß-Eichen selbst wurde 1881 der Deutsche Märchenmaler und Heimatdichters Ernst Eimer geboren. Der Bauernsohn studierte Malerei und fertigte später Portraits, Stillleben, Märchenfiguren und Gnome. Er schrieb heitere Kurzgeschichten, Erzählungen und Märchen. In Groß-Eichen steht noch heute sein Geburtshaus in der gleichnamigen Straße. 1958 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde verliehen, zwei Jahre vor seinem Tod. Er liegt auf dem Dorffriedhof begraben und zu seinem 100. Geburtstag wurde ihm zu Ehren der Ernst-Eimer-Platz eingeweiht.

Nach dem Zusammenfluss von Sausel und Rauchel, ist der erste Ort, den der vereinte Fluss erreicht, Ilsdorf. Hier wurde1983-85 die Dorfkirche erbaut. Sie ist allerdings deutlich älter, als die Bauzeit vermuten lässt. Der Grund: Die Kirche stand vorher in Bernsfeld und wurde schon im 16. Jahrhundert errichtet. Als Bernsfeld 1972 ein neues Gotteshaus erbaute, stand die Kirche leer und wurde dann in den 1980er Jahren recycelt. So kam Ilsdorf zu einer neuen historischen Kirche.