Gotthardsruine und Weilbachtal


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 45 Min.
Höhenmeter ca. ↑348m  ↓348m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Nahe Amorbach und südlich von Miltenberg verläuft diese Runde, an der westlich die Mud vorbeifließt. Oberhalb der Mud ist die Gotthardsruine, im Nibelungenland, am Gotthardsberg, einst Frankenberg genannt (299m) mit dem Aussichtspunkt Siebentälerblick. Der Berg ragt rund 100m frei empor. Darauf der romantische Rest einer Pfeilerbasilika. Drumherum fanden und finden Ausgrabungen statt.

Wir beginnen in Reuenthal, an der Reuenthaler Straße und am Weilbach. Reuenthal ist ein Ortsteil des Marktes Weilbach. Der Weilbach hat nur 6,7km und fließt in die Mud. Wir wandern durch abwechslungsreiche Kulturlandschaft mit Wiesen und Feldern, kommen durch Wald zur Gotthardsruine.

Im 8. Jahrhundert soll der fränkische Gaugraf Ruthard heroben eine Burg erbaut haben, die Burg Frankenberg. Die stand dort bis ins 12. Jahrhundert, wo zur Burg eine Kapelle errichtet worden war, dem Hl. Godehard von Hildesheim geweiht. Unter Stauferkaiser Barbarossa fiel der Beschluss, das „Castrum Frankenberg“ zu schleifen, weil es vielleicht Raubritter dort gegeben haben soll.

Nachdem Burg Frankenberg zunichte war, folgte der Aufbau eines Klosters. Aus dieser Zeit stammen z.B. die Arkadenreihen der noch zu sehenden Kirchenreste. Unruhige Zeiten waren es! Auflösung, Bauernkrieg und Wiederaufbau der Kirche 1631, Blitzschlag und Feuersbrunst. Um die Reste der Gotthardsruine zu schützen, kam 1956 ein Dach drauf.

Von der Plattform des Turmes der Gotthardsruine genießt sich der sogenannte 7-Täler-Blick über den Amorbacher Talkessel, in den Spessart, oder den bayerischen Odenwald. Wir schlängeln uns nach Amorbach hinab, wandern mit dem Billbach, stoßen auf den Philosophenweg und den Grill- und Rastplatz der Albertanlage.

Im Zickzack geht’s weiter, über die Neudorfer Straße und an der Aussicht Fliegenpilz vorbei. Durch den Mischwald wandern wir aufwärts. Linkerhand ist der Sommerberg (430m), rechterhand der Hüttenberg (434m), wir sind an der Fuß-Pils-Hütte an einer Kreuzung.

Fast 7km liegen hinter uns, wenn wir bei 444m Höhe anlangen. Überwiegend schattig wandern wir talwärts, nehmen dabei den Hüttenbergweg und kommen ins Weilbachtal mit Auenlandschaft. Der Bach gibt uns Geleit nach Reuenthal.

Bildnachweis: Von Aidexxx [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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