Amorbach-Altstadtrunde mit Abstecher zum Wolkmannberg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 0 Min.
Höhenmeter ca. ↑397m  ↓397m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Was für ein schnuckeliges Örtchen – geht es einem durch den Sinn, wenn man bei Sonnenschein durch das barocke Städtchen Amorbach im Odenwald flaniert, das im unterfränkischen Landkreis Miltenberg liegt und knapp 4.000 Einwohner hat.

Unsere Runde wird die Altstadt mit den prägenden Kirchen beinhalten und den Wald rund um den Wolkmannberg (445m). Wir freuen uns drauf! Start ist der Parkplatz Altstadt nahe dem Billbach, der an der B47 in die 25km lange Mud fließt. Benachbart ist das Freibad Amorbach.

Wir queren die Bahn mit dem historischen Empfangsgebäude (1880) mit Museum und dem „Sonderzug nach Pankow“ von Udo Lindenberg, der auf dem Gleis des Erlebnisbahnhofs Amorbach der Westfrankenbahn zu bewundern ist.

Wir lenken unsere zur spätbarocken, katholischen St. Gangolf Kirche aus der Mitte des 18. Jahrhundert, die für ihre beeindruckenden Deckenmalereien und die Orgel bekannt ist. Die dreischiffige Hallenkirche aus Buntsandsteinquadern besitzt zwei Türme und passt von daher auch sehr schön zur doppeltürmigen Abteikirche. Gemeinsam prägen sie die Silhouette. Amorbach entstand im Zuge eines bedeutsamen Benediktinerklosters im 8. Jahrhundert.

Nun reihen sich die gepflegten Baudenkmäler aneinander, etliche davon aus dem 18. Jahrhundert. Im 13. Jahrhundert erhielt Amorbach die Stadtrechte. Zum denkmalgeschützten Altstadtensemble gehören auch Reste der Stadtbefestigung aus dem 14./15. Jahrhundert.

Die Zehntscheuer in der Kellereigasse, 1488 gebaut, heute mit Theater und Kleinkunst, fällt durch die Treppengiebel ins Auge. Wir kommen zum Rathaus Amorbach (1479), erkennbar an dem kleinen Glockendachreiter. Wir sehen auch eine Mariensäule und am Platz ist das große Fürstlich-Leiningensches Palais Amorbach (1727). Auch stattliches Fachwerk kann man am Markt bewundern. 

Jetzt geht es zur wunderschönen Amorbacher Abteikirche (Eintritt) mit Stumm-Orgel, benachbart ist das Schloss Amorbach. Das Benediktinerkloster wurde im Amorbach 734 gegründet. Was sich heute so imposant zeigt, stammt zumeist aus dem 18. Jahrhundert. Die einstige Klosteranlage zeigt auch Elemente aus dem 12. Jahrhundert, man sieht barocke Ergänzungen. Insgesamt alles recht opulent ausgeführt. Seit 1861 ist die Klosterkirche evangelisch-lutherisch. Das einstige Kloster nebst Ländereien gehört seit 1803 den Fürsten zu Leiningen.

Wir kommen zum Seegarten mit Teich, sind auf dem Straße Im Ehrlein, kommen über die Mud, in den Breitensteiner Weg, an einem Campingplatz vorbei, mit Wiesen und dann durch Wald umrunden wir den Wolkmannberg. Mit Waldbegleitung rundherum sind wir etwa für 7km beschäftigt. Den höchsten Punkt mit 398m erreichen wir nach gesamt ca. 8,8km. Der Wald scheint beliebtes Jagdrevier.

Eine Steinsammlung ist der Schwabenstein. Den hat zwischen 1991 und 1997 der Bergwanderer Gottfried Schwab gebaut, der für seine Bergtouren am Wolkmannberg trainierte und immer einen Stein oben ablegte … „schaffe, schaffe, Pyramidle baue“. Wir mäandern ins Tal hinab, kommen an der Wolkmannstraße aus, wo das auffällige Gebäude des Mutter-Museums (seit 2017 geschossen) zu sehen ist.

Nach links gehen wir in die Steinerne Gasse, in den Bädersweg und zum Templerhaus, das wurde 1291 umgebaut. Das Obergeschoss gilt als das älteste erhaltene Fachwerkhaus in Bayern. Der steinerne Unterbau soll gut 100 Jahre älter sein. Bis zum Ausgangsort haben wir nur noch 400m.

Bildnachweis: Von Gliwi [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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