Gottesacker und Hölloch: Rundtour ab Ifenhütte


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 17 Min.
Höhenmeter ca. ↑670m  ↓857m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir wandern heute im Karree und ein Stück lassen wir uns fahren: zwischen Ziel und Start. Beim Berggasthof Auenhütte, den wir von der Schwarzwassertalstraße aus erreichen, steigen wir in die Kabinen von Ifen I und schaukeln zur Mittelstation mit der Ifenhütte. Der Hohe Ifen (2.230m) lockt in die Höhe. Grenzüberschreitend erkunden wir das Naturschutzgebiet Hoher Ifen mit dem Gottesacker. Sonnenberg (1.790m), Windecksattel (1.740m), Hölloch und Wäldele, machen das Karree rund.

Ifen I und Ifen II sind beides 10er Kabinenbahnen, 2017 in Betrieb genommen. Die Olympiabahn läuft parallel. Mit Ifen I schwebt es sich rund 4 Minuten in die höheren Sphären. Nach dem kurzen aber intensiven Vergnügen, kann man sich an der Ifenhütte stärken. Wir wandern aufwärts, Ifen II ist rechts von uns. Wer mag, macht einen Abstecher auf den Gipfel des Hohen Ifen, der in den Allgäuer Alpen an der Deutsch-Österreichischen Grenze seinen festen Posten bezogen hat.

Auch auf der Grenze ist das Hahnenköpfle (2.085m) vor uns. Wir wandern über die Grenze, leicht abwärts. Ringsherum breitet sich das Gottesackerplateau aus. Die Karstlandschaft steht unter Naturschutz und bietet zahlreichen seltenen Arten Heimat. Der Gottesacker teilt sich in die Unteren- und Oberen Gottesackerwände, die Oberen sind die höheren mit 2.033m im Toreck. Dahin sind wir unterwegs und kommen dabei über die aufgelassene Gottesackeralpe, die bereits im 19. Jahrhundert verlassen wurde. Es gab nicht genug Wasser und zu futtern. Wir wandern zum Sonnenberg (2.036m) und kommen zur Gottesackerscharte (1.967m).

Danach geht’s abwärts und die Farbe Grün nimmt zu. Es geht über die 1.790m messende Torkopfscharte nahe dem Torkopf (1.929m). Der ist dem Toreck vorgelagert. Sehr schön sind die schroffen Felswände zu sehen. Die Furchen im Schrattenkalk haben zum Namen Gottesacker geführt. Dann sind wir am Windecksattel und die Wanderung macht eine Richtungsänderung gen Südosten.

An der Mahdtalalpe vorbei kommen wir zum Hölloch im Mahdtal. Höhlenforscherabenteuer sind darin verborgen und sollten es auch bleiben, wenn man keine Höhlengangerfahrung hat oder mit fachkundiger Begleitung einen Blick werfen will. Steinschlag, ungezügelte unterirdische Wasser, sich lösende Eisplatten … also: besser draußen bleiben!

Durch den Mischwald überschreiten wir die Grenze von Bayern nach Vorarlberg. Es hellt sich auf, der Sonnblick naht und wir biegen dort nach rechts in die Wäldelestraße, an der einige Übernachtungsbetriebe vermutlich recht oft ausgebucht sind, zwischen Hohem Ifen und dem Skibetrieb von Riezlern und Hirschegg.

Bildnachweis: Von Kai Brühne [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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