Hoher Ifen mit Abstieg über Schwarzwasserhütte und Alpe Melköde


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 58 Min.
Höhenmeter ca. ↑951m  ↓951m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der 2.230m Hohe Ifen in den Allgäuer Alpen liegt an der Deutsch-Österreichischen Grenze und hat seine Meldeadresse in Hirschegg im Kleinwalsertal, das sich östlich anraint. Dabei neigt sich sein Gipfelplateau ein wenig. Naturschutz ist ein Thema am Gottesackerplateau nordöstlich mit seiner Karstlandschaft. Südlich liegt ein Wildruhegebiet.

Daneben ist der Hohe Ifen Kulisse für den Ski-Tourismus und mehrere Lifte klammern sich in seinen Hang. Teilweise werden wir uns beim Aufstieg zum Ifengipfel und Abstieg über die Schwarzwasserhütte auch dranklammern, dort wo Seilversicherungen angebracht sind. Die Wanderung hat es durchaus in sich, fordert Kondition und Trittsicherheit bei Geröll oder felsig steilen Passagen mit „Drahtseilakt“. Klar: Schwindelfrei sollte man auch sein, hungrig kann man sein, unterwegs sind vier Alpen.

Start ist auf 1.834m beim Parkplatz Ifen und dem Berggasthof Auenhütte. Zwei Liftanlagen starten hier. Wir wandern die ersten 5,8km bergan und durch den Innerkürenwald zu Beginn. Bei der Ifenhütte unterlaufen wir die Lifte und mit jedem Schritt in die Höhe verändert sich die alpine Vegetation. Der Boden wird gerölliger und die Pflanzen werden niedriger. Von viel Grün ändert sich das Farbenspiel auf Stein und Erde.

Man sieht auf der Runde auch die wie geschrubbte Oberfläche des Schrattenkalks hier und da. Dann heißt es Obacht! Schmal ist der Weg, schroff die Felswand, hier hilft die Seilversicherung. Wenn wir oben sind, haben wir die Strapazen schon vergessen. Der Wind weht frische Eindrücke um die Nase.

Vom Gipfel des Hohen Ifen sehen wir das Gottesackerplateau und ins Oberallgäu, in den Bregenzerwald und bis in die Schweizer Alpen, das Hahnenköpfle, das Ochsenhofer Köpfle, den sich gegen den Himmel abzeichnenden Großen Widderstein. Nach einer kleinen Pause unterm Gipfelkreuz wagen wir den Abstieg. Das werden 5km bis zur Schwarzwasserhütte und etwa nochmal 5km mit dem Schwarzwasserbach.

Wir folgen dem Eugen-Köhler-Weg bergab, wobei man da auch nicht zimperlich sein darf, wenn es steiler mit Seilen wird. Die Ifersguntalpe liegt wunderbar malerisch im Schatten des Ifen und lädt zu einer Rast. Vor der Schwarzwasserhütte auf rund 1.620m gibt es Grappa, so heißt ein Bächlein hier, dass in den Schwarzwasserbach läuft. Dem folgen wir ab der Schwarzwasserhütte. 

Dort wo die Vegetation üppiger wird, treffen wir auf Latschen oder auch auf Heidelbeeren. Vor der Alpe Melköde unterhält uns der Schwarzwasserbach durch einen kleinen Wasserfall. Wenn wir den Speichersee Ifen rechts neben uns sehen, sind wir bald am Ziel beim Berggasthof Auenhütte. Die haben da auch hübsche Zimmer, wo man den Muskelkater zu Bett legen kann.

Bildnachweis: Von Daniel Schwen [CC BY-SA 2.5] via Wikimedia Commons

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