Von der Ifenhütte auf den Hohen Ifen (Kleinwalsertal)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 5 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 59 Min.
Höhenmeter ca. ↑501m  ↓235m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Hohe Ifen liegt 2.230m über der Adria (ü. A.), wie man in Österreich sagt – in Deutschland wäre das über Normalhöhennull (NHN) und der Hohe Ifen wäre 1m weniger hoch. Fest steht, dass er in den Allgäuer Alpen ist und die Deutsch-Österreichische Grenze als Wintersportkulisse schmückt. Man erkennt ihn auch daran, dass zu seinem Gipfel das leicht geneigte Ifenplateau ansteigt.

Wir machen es uns heute mal recht gemütlich und nehmen die Bahn Ifen II zum Abschluss zur Hilfe. Bergab geht bisweilen mehr in die Knochen, als bergauf. Auf rund 1.580m ist Start an der Ifenhütte. Wir sind vom Berggasthof Auenhütte mit Ifen I. heraufgekommen. 

Die Ifenbahn im Kleinwalsertal sowie die Olympiabahn sind wesentliche Transportmittel in dem beliebten Skigebiet. Ifen I und Ifen II sind 10er-Kabinenbahnen, die 2017 in Betrieb genommen wurden. Die erste bietet 4 Minuten Fahrvergnügen, die zweite 7 Minuten, sie mach ja auch übern Daumen doppelte Strecke.

Man kann sich lecker an der Ifenhütte stärken, bevor es gen Nordwesten hinauf geht durch die herrliche Berglandschaft und auch des Öfteren im Zickzack, trittsicher und aufmerksam. Aufsteigend ändert sich die Vegetation und es wird zunehmend gerölliger. Es gibt rund 25km Pistenstrecken am Hohen Ifen. Wintersport und Naturschutz stehen sich bisweilen kampfbereit gegenüber. Hier wird an beides gedacht, denn Naturschutz ist ein Thema am Gottesackerplateau mit seiner Karstlandschaft, nordöstlich des Gipfels. Südlich ist ein Wildruhegebiet bestimmt, auf das Skitouristen und Kletterer Rücksicht nehmen müssen.

Wir kraxeln mit Obacht und wo notwendig mit Seilversicherung zum Gipfelkreuz und stellen uns parat, nicht um uns zu knipsen, sondern die anderen heroben, die uns drum bitten und deren Arm nicht lang genug ist, um Gesichter und Panorama eindrucksvoll einzufangen. Es ist schon beeindruckend an der Kante zu stehen, die auch gerne als schönste Sackgasse beschrieben wird. Man schaut nah zum Gottesacker und fern in die Schweizer Alpen.

Die rund 900m bis unters Gipfelkreuz des Hohen Ifen, die wir heraufgegangen sind, gehen wir nun wieder runter und halten uns dann links, um zum Berggasthof Bergadler (nur in der Wintersaison geöffnet) zu wandern und dann per Ifen II zur Ifenhütte herabzuschweben.

Bildnachweis: Von Kauk0r [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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