Glatzenstein- und Hansgörgel-Runde (Nürnberger Land)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 38 Min.
Höhenmeter ca. ↑506m  ↓506m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Es wird munter rauf und runter gehen auf dieser Wanderung durch die Gemeindegebiete von Neunkirchen am Sand, Reichenschwand und Kirchensittenbach. Wir sind in der Umgebung der fränkischen Kleinstadt Hersbruck, grenzüberschreitend.

Überwiegend Wald, Wiesen und Felder werden wir zu Gesicht bekommen. Hineingesprenkelt unser Startort Weißenbach (Neunkirchen am Sand), die kleine Siedlung Lindelberg (Hersbruck) und Leuzenberg (Reichenschwand). In Weißenbach kann man sich nicht verlaufen, denn die Glatzensteinstraße führt als einzige östlich hinein und hinaus und die Jurastraße kommt als einzige von Westen hinein.

Von der Glatzensteinstraße gehen wir in den Wald hinauf zum Gipfel des beliebten Kletterfelsens Glatzenstein auf 572m. Mit einem Abstecher könnten wir uns noch die Erklärung eines mittelalterlichen Kalkofens ansehen. Unterhalb des Gipfels findet sich die Glatzensteinhöhle. Der Glatzenstein besteht aus Jurakalk. Diese Zeit umfasst einen Raum von vor 201 – 145 Mio. Jahren, da waren hier noch Saurier unterwegs.

Nach der Umrundung des Naturereignisses gelangen wir auf die Glatzensteinstraße zurück, folgen ihr nur ein Stückchen, um wieder von Wald, Waldrand und Feldern empfangen zu werden. Nach 2,3km geht es also wieder in die reine Natur zum Kleinen Hansgörgel (533m) hinauf. Dort kommen wir nach gesamt rund 5,6km an. Hier ist der Burgstall Unterkrumbach verortet, den es vermutlich im 13. Jahrhundert gab. Die beiden Hansgörgels sind ein Berg mit zwei Gipfeln und aus dem Umland markant zu erkennen.

Dazwischen führt es uns an der Siedlung Lindelberg vorbei zum Rangenbach hinunter und wohlgemut zum Großen Hansgörgel (601m). Unterwegs fragen wir uns, was oder wer dieser Hans Görgel gewesen ist, dass er sich in der fränkischen Landschaft verewigen konnte. Dazu lesen wir im Internet: „Als vor nahezu 1300 Jahren der Heilige Hans von Hilpoltstein auf seinen missionarischen Reisen in das schöne Hersbrucker Tal kam, soll er beim Anblick eines doppelgipfligen, wald- und wiesenbesetzten Bergrückens ausgerufen haben: ‚Heyt han wir all scheyn zith vür görgelen!‘ Was das heißt, wissen wir bis heute nicht“ (hansgoergel.de).

Beim Großen Hansgörgel, dessen Gipfel wir nach rund 9km erreichen, ist in einem Hang die kleine Höhle Hansgörgelschacht, auch Teufelsloch oder Räuberhöhle genannt, da geht es direkt an einem Baum in die Erde. Nach Auf kommt Ab. Rund 1,5km geht es durch den Wald nach Leuzenberg, wo ein Teil des Ortes als Wochenendsiedlung dient. Nach weiteren 1,5 unbebauten Kilometern treffen wir auf den Ortsrand von Weißenbach.

Bildnachweis: Von Derzno [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

Vgwort