Gimbsheim

Gimbsheim liegt zwischen Worms und Oppenheim direkt am Rhein. Die Weinbaugemeinde gehört zum rheinhessischen Weinbaubereich Nierstein. Zwischen Gimbsheim und Eich sind gleich mehrere Naturschutzgebiete ausgewiesen. Das Gebiet Gimbsheimer Altrhein umfasst 112ha und südlich geht es in den Eich-Gimbsheimer Altrhein über, das nochmal 162ha ausmacht und zu Eich gehört.

Südlich im Gimbsheimer Beritt erstrecken sich in der Altrheinnatur die Seenlandschaften Niederrheinsee, Pfarrwiesensee und der Heinrichs-Talaue-See, der zum Teil auch im Bereich Eich anzusiedeln ist. Der Gimbsheimer Altrhein entstand durch den Rheindurchstich 1830, der erfolgte, um den Fluss an der Stelle zu begradigen. Östlich vom Pfarrwiesensee, der wie auch das Gimbsheimer Schwimmbad aus Kiesabbau entstand, hat die Metro-Group ein großes Lebensmittel-Zentrallager.

In Gimbsheim stehen einige Bauten unter Denkmalschutz. In der Hauptstraße zum Beispiel die katholische Pfarrkirche St. Mauritius, ein Saalbau aus dem Jahr 1824. Ein Frankfurter Dombaumeister hat hier mitgewirkt und besonders hübsch ist die Portalfassade mit dem Volutengiebel. Auch in der Hauptstraße steht das Rathaus. Es stammt aus dem Jahr 1836 und entspricht dem Stil des Klassizismus.

In der Hauptstraße 10 steht das Museum der Verbandsgemeinde Eich. Das kleine Heimatmuseum ist im sogenannten Storchenschulhaus untergebracht. Das Schulhaus aus den 1830er Jahren ist ein Beispiel für klassizistische Bruchsteinhäuser in Rheinhessen. Auf zwei Geschossen verteilen sich fünf Achsen und zeigen sich streng gegliedert. Als kleine Außenstelle des Heimatmuseums ist das Tagelöhnerhaus in der Uhlandstraße eingerichtet, mit winziger Küche, ein Töpfchen unterm Bett sowie dem Heilandbild mit Schäfchenherde darüber.

In der Kirchstraße steht die evangelische Kirche aus der Zeit um 1480. Die Kirche hat einen spätgotischen Chor und Turm. 1866 wurde das neugotische Kirchenschiff gebaut. Die Kirchenmauer ist auch die alte Friedhofsmauer und wohl mehr als 1.000 Jahre alt. Im Inneren der Kirche sind Malereien im Jugendstil zu finden, die 1913 vom Kirchenmaler Fritz Muth aus Worms gestaltet wurden.

In der Rathausstraße ist das Alte Forsthaus aus dem Jahr 1721. Das barocke Haus ist unten massiv und trägt ein Fachwerkgeschoss unter dem Krüppelwalmdach. Es ist eines der ältesten Profangebäude in der Verbandsgemeinde.