Gey (Hürtgenwald)

Gey ist mit rund 1.800 Einwohnern nach Vossenack der zweitgrößte Ortsteil der 1969-72 neu gebildeten Gemeinde Hürtgenwald in der Eifel. Rund um Gey siedelten vor rund 2.000 Jahren schon die Römer.

An die römischen Spuren erinnert bis heute der sogenannte Ardbinnastein am Dorfplatz in Gey. Das Original dieses Gedenksteins wurde im 19. Jahrhundert gefunden und steht heute im Rheinischen Landesmuseum in Bonn. Ein Römer hatte ihn errichten lassen zum Dank durch seine unbeschadete Reise durch die Bergwälder der Ardennen. Ardbinna ist die Schutzgöttin der Ardennen. Heute erinnert u.a. der rekonstruierte Ardbinnastein und der Ardbinna-Wanderweg an die Geschichte.

Da Gey wie fast alle Orte im Hürtgenwald beim Einmarsch der alliierten Truppen 1944-45 nahezu vollständig zerstört wurde, ist auch die Kirche im Dorf neueren Datums. Die katholische Pfarrkirche St. Antonius entstand 1950-57. Ein Großteil der Glasfenster der Antoniuskirche wurden 1951 von der Aachener Glaskünstlerin Maria Katzgrau gestaltet.

Von Gey aus lassen sich schöne Wanderungen in den Hürtgenwald unternehmen. Lohnenswert ist u.a. ein Abstecher zum Geyberg (383m) mit schöner Sicht in die Kölner Bucht, zur Ville und bis hinüber zum Siebengebirge bei Bonn.

Südwestlich von Gey liegt der Ort Straß. Hier findet sich mit dem Haus Gronau eine frühere Wasserburg. Der fast quadratische und von Gräben umgebene Bruchsteinbau entstammt dem 17. bzw. 18. Jahrhundert und wurde im 20. Jahrhundert massiv verändert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfuhr die Anlage größere Veränderungen.