Friedensdorf (Dautphetal)

Friedensdorf liegt nördlich der Damshäuser Kuppen direkt an der Lahn. Hornberg (451m) und Eichelhardt (465m) sind die beiden nächsten Hügel, die sich direkt südlich von Friedensdorf erheben. In Friedensdorf mündet die nur 9km lange Dautphe in die Lahn. Der Einlauf liegt zwischen zwei historischen Mühlen, der Schmelzmühle und der Neumühle.

Die Schmelzmühle liegt im Nordosten von Friedensdorf. Direkt an einem Radwanderweg gelegen, kann hier eine Besucherwasserkraftanlage und eine Besuchergetreidemühle besichtigt werden. Im 17. Jahrhundert schon diente die Wasserkraftanlage Schmelzmühle dem Antrieb einer Getreidemühle.

An der Lahnstraße findet man in Friedensdorf die Neumühle. Der Name ist irreführend, wurde die Neumühle doch schon um 1500 in den Aufzeichnungen eines wandernden Müllergesellen erstmals erwähnt. Bis 2004 war die Mahlmühle noch in Betrieb, heute kann die Mühle besichtigt werden und ein Bio- und ein Naturkostladen sind auf dem Gelände zu finden.

Das Heimatmuseum Friedensdorf ist seit 1983 in der alten Kirche untergebracht. Der rechteckige Chorraum stammt noch aus dem 13. Jahrhundert. Die Fachwerkerweiterungen wurden 1733 angefügt. Die alte Kirche trägt den Beinamen Mundartkirche, denn der Heimat- und Verschönerungsverein veranstaltet regelmäßig Mundartabende im Hinterländer Dialekt. Das Heimatmuseum selbst zeigt neben alten Photographien und wechselnden Ausstellungen im Schwerpunkt historische Webstühle und Schusterwerkzeuge.

Westlich von Friedensdorf, auf der Breitenlohe (306m), steht auf dem Gipfel ein Kriegerdenkmal. Das fünf Meter hohe steinerne Kreuz erinnert an die im zweiten Weltkrieg gefallenen Friedensdorfer und ist ein Etappenpunkt für einige örtliche Wanderungen.