Felsenmeersteig ab Burgfelden über die Schalksburg (Traufgänge Albstadt)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 40 Min.
Höhenmeter ca. ↑668m  ↓668m
Traufgänge Albstadt Markierung

Der Felsenmeersteig gilt als die Königstour unter den Traufgängen rund um Albstadt auf der Schwäbischen Alb. Auf dem Felsenmeersteig geht es auf und unter dem Albtrauf entlang, mit fantastischen Aussichtsbalkonen über die Albhöhen bis in den Schwarzwald und die Vogesen.

Wälder, Wiesen, Heide und Mammutbäume werden wir kennenlernen. Stationen sind der Böllat, die Schalksburg, die Felsentürme, der Heersberg und der hübsche Ort Burgfelden, bei dem der Felsenmeersteig seinen Start- und Zielpunkt hat.

Burgfelden ist der kleinste und am höchsten gelegene Ort Albstadts auf rund 912m. Drei größere Anstiege erwarten uns „Traufgänger“. Wir beginnen am nördlichen Ortsausgang von Burgfelden, an den westlich der Aussichtspunkt Böllat anschließt, ein Vorsprung, der nach drei Seiten hin schroff abfällt und von wo aus sich eine herrliche Aussicht über das Umland erleben lässt.

Wir durchwandern talwärts Wald, Waldrand mit Wiesen, kommen an der Schalksbachquelle vorbei und es geht hinauf zur Schalksburg (um 1100) mit dem restaurieren Bergfried. Bei der Schalksburg erreichen wir rund 913m. Die Schalksburg, auf einer dem Albtrauf vorgelagerten Höhe, war eine ausgedehnte Burganlage, wurde erstmalig im 15. Jahrhundert zerstört, wiederaufgebaut, ließ erneut Federn im 16. Jahrhundert, erlitt Belagerung und Abbruch.

Erst im vergangenen Jahrhundert wurde auf den Resten des Bergfrieds ein Aussichtsturm geschaffen. Von der Albtraufkante bietet sich ein Blick über das Albvorland, das Eyachtal und die Balinger Berge. Wir umrunden einmal das Areal und begeben uns auf den Unteren Heersbergweg, in den wir links einbiegen.

Nächstes Ziel ist das Felsenmeer am Felsenmeerweg. Riesige Felstürme ragen aus dem üppigen Grün empor und formen ein bizarres Landschaftsbild. Der Untere Heersbergweg führt uns recht abwechslungsreich weiter an den Rand von Lautlingen.

Es geht ins Tal mit der Eyach, die nach rund 50,4km Lauf nordwestlich von uns bei Eyach in den Neckar mündet. Rund 11,5km sind wir gesamt gewandert, wenn wir an der Eyach auf eine Kneippanlage stoßen und uns für den nächsten Anstieg erfrischen.

Es geht hinauf zum Heersberg (964m) mit einigen Aussichtsmöglichkeiten, durch Wald, entlang Felsen und Waldrand. Eine weitläufige Wacholderheide prägt ebenfalls den Heersberg, der aufgrund von Erosionen als Auslieger bezeichnet wird. Wir begegnen einem Abenteuerspielplatz und können Wasser treten oder eine Armdusche genießen.

Aussichtsvoll wandern wir zurück nach Burgfelden mit dem Schmuckstück der St. Michaels Kirche, deren Ursprünge um 700 zu finden sind. Der Bau stammt weitestgehend aus dem 11. Jahrhundert nebst den bekannten romanischen Fresken. Sie sind verwandt mit den Wandmalereien des Klosters Reichenau. Das Jüngste Gericht, der Barmherzige Samariter, der Kampf des Erzengels Michael mit dem Drachen, das Geleit der Seligen zum Himmel - alles da. Und wir auch.

Bildnachweis: Von A. Köppl [GFDL] via Wikimedia Commons

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