Entlang der Steilküste zum Leuchtturm Staberhuk (Fehmarn)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 22 Min.
Höhenmeter ca. ↑62m  ↓62m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Unterwegs an Fehmarns Ostküste - mit Naturstrand, Steilküste und Leuchtturm. Das klingt nach einem perfekten Ostsee-Tag. Für den Start fahren wir nach Katharinenhof. Hier führt die Straße bis fast an den Strand und kurz vorher ist ein Parkplatz. Perfekte Bedingungen für den Start.

Wir gehen entlang der Küste, aber erstmal noch am Waldstreifen, nicht direkt am Strand. Die salzhaltige Luft weht übers Wasser in unsere Nasen, die Bäume wiegen sich im Wind und wir folgen der Küste nach Süden.

Entlang des Weges kommen wir an der ehemaligen Marineküstenstation Staberhuk vorbei und spazieren ab hier dann am Strand entlang bis zur Staberhuk, dem östlichsten Punkt von Schleswig-Holstein.

Am Staberhuk steht der Leuchtturm Staberhuk. 1903 begann man mit den Arbeiten für den Turm aus gelben Backsteinen, der eine rote Laterne trägt. Neben dem Turm wurde direkt auch ein Wärterhaus errichtet. Die massive Bauweise des Turmes war wegen der geplanten technischen Ausstattung notwendig: nach seiner Fertigstellung trug er die gusseiserne Laterne des alten Leuchtturmes von Helgoland. Die Konstruktion ist 2,5 m hoch und wurde von Helgoland nach Fehmarn geschafft und auf dem Turm montiert. Zusammen mit dem Leuchtturm Flügge markiert der Leuchtturm Staberhuk den Fahrweg im Fehmarnsund.

Vom Staberhuk aus gehen wir jetzt wieder zurück, etwas versetzt zum Meer, bis wir wieder am Marinestützpunkt sind. Dann geht’s am Strand entlang weiter, bis wir nach links abbiegen und zum Abschluss unsere Rundtour noch einen Abstecher nach Katharinenhof machen.

Das Dorf entstand aus einem Gutshof, der um 1760 errichtet wurde. 1920 wurde das Gut aufgelöst und später in mehrere Ansiedlungen aufgeteilt. In der Nazizeit war der Katharinenhof Teil der SS-Nordhav-Stiftung, die hier ein SS-Erholungsheim betrieb. Reinhard Heydrich stand hinter dieser Stiftung (auch, um sich persönlich zu bereichern) und Fehmarn passte gut für Investionen, denn Heydrichs Frau war hier geboren. Wenig später sind wir wieder zurück am Parkplatz.

Bildnachweis: Von Oberlausitzerin64 [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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