Eiringhausen

Eiringhausen ist einer der größeren Ortsteile Plettenbergs und liegt direkt an der Einmündung der Else in die Lenne. Sehenswert ist das Bahnhofsgebäude, das unter Denkmalschutz steht. Die Ruhr-Sieg-Strecke zwischen Hagen und Frankfurt wurde 1861 eröffnet, damals entstand auch ein erstes Empfangsgebäude. Rund vierzig Jahre später erhielt der aus Bruchsteinen gemauerte Bahnhof sein heutiges Aussehen. Auch der Bahnhofskiosk stammt aus dieser Zeit und ist denkmalgeschützt.

Zwischen Plettenberg und Böddinghausen ist ein weiteres Überbleibsel der Bergbauzeit zu besichtigen, die ehemalige Bleierzgrube Neu Glück. 1755 begann hier die Förderung des Bleierzes. 36m lang war der in den Berg gehauene Gang schon nach drei Monaten. Allerdings wurde die Grube bereits vier Jahre später wieder geschlossen. Nicht etwa, weil sich kein Erz mehr gefunden hätte, sondern weil der Eigentümer der Grube nicht genehmigte Arbeiten durchführen ließ. Die Behörden entzogen ihm die Rechte für die Grube. Nachdem sie in Kriegszeiten als Luftschutzbunker gedient hatte, ist heute ein Museumsstollen daraus geworden. Hier finden regelmäßig Führungen statt, die den Besuchern die harte Arbeit der Bergleute nahebringen.

Auch einen Strand hat der Ort zu bieten, genau genommen sogar den schönsten Strand im Sauerland. Das zumindest ist der Beiname des Erlebnisbades AquaMagis. Echte Palmen, zwei 128m lange Rutschen und ein Piratenboot mit Spielmöglichkeiten für die ganz Kleinen sind nur einige der Attraktionen. Sollte also einmal das Wetter nicht so mitspielen, dann kann man statt einer Wandertour auf den Wasserspaß ausweichen. Und wenn es richtig kalt sein sollte, sorgt die Saunawelt für ein wenig Wärme.

Einheimische Natur gibt es natürlich auch ganz in der Nähe zu bewundern, im Naturschutzgebiet Schluchtwälder im Lennetal. Genau genommen handelt es sich bei dem Gebiet um ein halbes Dutzend einzelner Gebiete entlang der Lenne. Die steilen Hänge sind ideale Biotope für Schlucht- und Hangmischwälder. Hier nahe Eiringhausen ist es das kühl-feuchte Bommecketal, das unter Naturschutz steht. Es zieht sich vom Lennetal aus in südlicher Richtung am Osthang der Lechtenhardt (488m) entlang.