Echtz (Düren)

Der Dürener Stadtteil Echtz liegt im Nordwesten des Stadtgebiets und war im Mittelalter wohl ein Königsgut. Später war es bis zur Besetzung durch die Franzosen im späten 18. Jahrhundert Hauptort der Jülisch-Bergischen Unterherrschaft der Fürsten von Merode.

Der Echtzer See ist ein beliebter Badesee und Lokation des einzigen Campingplatzes von Düren. Der Echtzer See hat eine Fläche von knapp 17ha und eine Tiefe von 18m. Er ist der teilweise aufgefüllte Rest des Braunkohletagebaus Alfred und Conzendorf. Rund um den See ist ein Freizeitgelände mit viel Baumbestand. Es gibt auch einen Stiftungswald in Echtz. Dort pflanzen die Menschen aus der Bevölkerung zu besonderen Anlässen einen Baum.

Beim Bau der Autobahn A 4, die Echtz vom nördlichen Stadtteil Merken trennt, wurde ein Gräberfeld aus der Zeit der Kelten gefunden. Urnen und Urnenscherben aus der Zeit um 1000 vor Christus sind in der Grundschule in Echtz ausgestellt.

Und nachts leuchtet das Kreuz über Echtz. Als weithin sichtbare Landmarke dient die katholische Pfarrkirche St. Michael, die 1896-98 erbaut und dann 1952 renoviert und umgebaut wurde. Dabei entstand auch der neue Kirchturm, auf dessen Spitze ein Kreuz ist, das nachts per LED-Technik zum Leuchten gebracht wird.

Südlich von Echtz liegt Konzendorf. Inmitten des Ortes steht die St. Pankratius Kapelle, die 1890-92 errichtet wurde und der es erging, wie der Umgebung. Sie wurde stark in den Kriegswirren beschädigt. 1950 fand eine umfassende Renovierung der gotischen Kapelle statt. Im Kapellchen finden vierzig Gläubige Platz.

Südöstlich von Echtz liegt der Dürener Stadtteil Mariaweiler, der einige Villen aus der Gründerzeit um 1900 zeigt. Die katholische Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt wurde 1878 errichtet und nach den Kriegsereignissen wieder aufgebaut. Unter Denkmalschutz und aus alter Zeit stammt der Torbogen des ehemaligen Klosters Nazareth, das 1484 erwähnt wurde.

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