Echternacherbrück

Gegenüber von Echternach liegt am deutschen Ufer der Sauer der staatlich anerkannte Erholungsort Echternacherbrück. Echternacherbrück ist noch recht jung und entstand erst nach 1800. Deutlich älter ist aber die Klause, die Einsiedlermönche bereits im 16. Jahrhundert in den Fels schlugen, um hier abseits der weltlichen Hektik ein Leben mit Gott zu führen.

Einsiedlermönche des Klosters Echternach bewohnten bis ins 18. Jahrhundert hinein die Einsiedelei auf dem Ernzerberg. Sie ist über etliche in den Stein gehauene Stufen erreichbar und nicht nur wegen dem schönen Blick übers Sauertal hinüber nach Echternach sehr sehenswert. Die Felsenklause vermittelt heute noch einen Eindruck von dem harten Leben eines Einsiedlermönchs. Drei in das Gestein gehauene Räume sind erkennbar sowie Eingänge, Fenster, Nischen und ein Weihwasserbecken im Eingangsbereich.

Direkt benachbart zur Einsiedelei steht die Liboriuskapelle. Auch von hier hat man einen wunderbaren Blick auf Echternach. Die Liboriuskapelle hoch über dem Sauertal liegt auf der Gemarkungsgrenze zwischen Ernzen und Echternacherbrück. Zur Liboriuskapelle führen steile Treppenstufen hinauf. Die Kapelle zu Ehren des heiligen Liborius wurde erstmals 1680 erwähnt. Was heute auf der Kuppe steht entstand 1951 und ist die dritte Kapelle.

Westlich der Einsiedelei und der Liboriuskapelle erstreckt sich auf 61ha das Naturschutzgebiet Kelterdell und Kuckuckslay bei Echternacherbrück. Hier finden sich orchideenreiche Halbtrockenrasen und ein artenreicher Laubwald mit Fels-Ökosystemen als Lebensraum seltener, in ihrem Bestand bedrohter Vogel- und Insektenarten.