Durchs Gammelsbachtal zur Burg Freienstein


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 43 Min.
Höhenmeter ca. ↑225m  ↓225m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Gammelsbach, Beerfelden eingegliedert, ist ein Stadtteil von Oberzent im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald. Gammelsbach liegt - welche Überraschung - am Gammelsbach. Als Ferienregion gab man sich den Namen „Beerfelder Land“. Die Gemarkung von Gammelsbach liegt zwischen den Kämmen der Hirschhorner Höhe westlich und der Sensbacher Höhe östlich. Unsere Runde ist mittenmang, durch diese Mitte kommt auch die B45 gerauscht.

Unser fitter Ausgangsort ist der Parkplatz am Deltaparcours, einem gepflegten Trimm-Dich-Pfad südlich von Beerfelden, mit 6 Stationen, von Ausdauer über Kräftigen bis Dehnen, an der L3410. Von hier aus dehnt sich unsere Runde gen Süden und talwärts, wenn sie sich öffnet halten wir uns links und wandern im Uhrzeigersinn, mit erfrischender Waldbegleitung.

Nach einem knappen Kilometer biegen wir nach links und kommen an der Kümmerweghütte vorbei und nach etwa 2,4km sind wir im Gammelsbachtal mit Spiel- und Zeltwiese. Hier ist auch ein kleines Naturschutzgebiet namens Jakobsgrund gelistet.

Der Gammelsbach fließt von Nord nach Süd, misst 13km, hat seinen Ursprung beim Waldseebad südlich von Beerfelden, mündet westlich von Eberbach in den Neckar. Wir sind noch im oberen Lauf zugegen und begleiten den Gammelsbach durch seine Auenlandschaft und mit Brückchen.

Dabei kommen wir Am Freudenberg, so heißt eine Wohnstraße und die Höhe rechterhand, längs, zur Neckartalstraße (B45), mit dem Oberer Mühlweg lernen wir das langgestreckte Örtchen ein wenig kennen. Ziel ist die Burg Freienstein, die sich als mittelalterliche Hangburg auf dem Sporn des Weckbergs klammert. 

Burg Freienstein, vor 1297 errichtet, überwachte das Gammelsbachtal, war Amtssitz von Freienstein und wurde bis 1700 noch unterhalten. Als es 1810 in Beerfelden brannte, nutzte man ihre Steine zum Wiederaufbau der Stadt. Trotz Verfall hat sich noch etliches erhalten: Zwingermauer mit Halbschalenturm, Halsgraben, Teile der Kernburg mit Palas und Kapellenmauern.

Wir verlassen den geschichtsträchtigen Ort durch weiter Aufwärtswandern, erst noch mit offener Landschaft, dann durch den Wald, ab der Herrnhütte gen Norden, an Grubers Eiche vorbei mit Rastmöglichkeit und zum Deltaparcours zurück – mit oder ohne Trimmdich!

Bildnachweis: Von Haselburg-müller [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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