Durch die Walsumer Rheinaue


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 30 Min.
Höhenmeter ca. ↑55m  ↓55m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Ein nördlicher Teil von Duisburg ist Alt-Walsum, Ausgangsort unserer heutigen Rheinwanderung. Duisburg-Walsum bildet einen Stadtbezirk mit sechs Stadtteilen. 1991 entstand das Naturschutzgebiet Rheinaue Walsum, das wir auch kennenlernen werden.

Wenn es dunstig ist über der Auenlandschaft im sogenannten Walsumer Grind, erzeugt die geschützte Landschaft, auch entstanden durch Bergsenkungen des Kohleabbaus, eine ganz besondere Atmosphäre.

Start ist in der Nähe des Friedhofs Alt-Walsum am Parkplatz in der Königstraße. Wir machen uns auf zur St. Dionysius Kirche. Die Pfarre wurde bereits im 9. Jahrhundert gegründet und ein Kirchbau wurde erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt. Die jetzige Kirche stammt aus dem Jahr 1884. Gegenüber ist in der Kaiserstraße die alte Wacholderbrennerei Claus zu sehen. Das Ziegelgebäude ist aus dem Jahr 1891.

Wir wenden uns dem Nordhafen Walsum zu. Das Brückchen würde uns zum Kraftwerk Duisburg Walsum führen, einem Steinkohlekraftwerk, das auf das Jahr 1928 zurückgeht. In der Folgezeit kamen weitere Blöcke dazu. Wir bleiben aber auf unserer Seite und spazieren durch den Rheinbogen, der nach Norden führt.

Wenn wir und 3km gegangen sind, biegen wir in östliche Richtung ins Naturschutzgebiet Rheinaue Walsum ab. Es umfasst rund 521ha, ist Lebensraum vieler artgeschützter Tiere und ein beliebtes Brutgebiet. Munteres Treiben herrscht besonders dann, wenn bis zu 10.000 arktische Bläss- und Saatgänse im Winter das Rheinvorland erstürmen, um hier zu rasten und zu äsen. Im Naturschutzgebiet sind Schutzhütten zwecks Tierbeobachtung zu finden. In der Auenlandschaft sehen wir dornige Hecken und die typischen niederrheinischen Kopfbäume, die als Ergebnis von Holzmangel „erfunden wurden“, um platzsparend Holz zu gewinnen.

Wir gehen durch die Feuchtwiesen entlang der Walsumer Wardtstraße sowie der Oberbrucher Wardtstraße und halten uns dann in südliche Richtung nach Alt-Walsum zurück, wo wir durch die Grünanlage Hobelgasse mit Bolzplatz kommen.

Bildnachweis: Von Matthias Nonnenmacher [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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