Durch die Märzenbecherwiesen im Polenztal


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 58 Min.
Höhenmeter ca. ↑205m  ↓205m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Märzenbecherwiesen im Polenztal bilden ein Naturschutzgebiet. Unser Rundweg durch die Flora und Fauna im Polenztal, zwischen Heeselicht (Ortsteil der Stadt Stolpen) westlich und Cunnersdorf (Ortsteil von Hohnstein) östlich, empfiehlt sich daher sehr zur Blütezeit des Märzenbechers, der Frühlingsknotenblume oder auf Latein: Leucojum vernum. Bisweilen wird sie auch Großes Schneeglöckchen genannt.

Die Blütezeit des Märzenbechers ist zumeist von März bis April, dann sind die kleinen weißen Glöckchen zahlreich zu bestaunen, links und rechts der Polenz. Unser Spaziergang startet an der Bockmühle. Bei der Gastronomie wird an einem Sonntag im April das Märzenbecher-Wiesenfest gefeiert. Die Polenz, der rechte und kleinere Quellfluss des Lachsbaches, entspringt aus neun Quellen nahe der Tschechischen Grenze, bei Langburgersdorf (Hohwald). Südlich unserer Route fließt die Polenz mit der Sebnitz zusammen, um als Lachsbach bei Rathmannsdorf in die Elbe zu münden.

Wir nehmen die Straße Polenztal und am Luschdorfhof biegen wir nach links ein, wandern durch Feldflur und kommen durch Wald. Der Steinweg führt uns zu einem Wildgehege, nördlich der Höhe Steinberg (247m). Das Wildgehege gehört zu einem Schullandheim in Heeselicht, dessen Gebäude Teil eines einstigen Rittergutes sind.

Wir streifen den Ortsrand von Heeselicht lediglich, spazieren im Tal des Heeselichtbachs, den wir queren. Die Scheibenmühlenstraße bringt uns zur Gastronomie Scheibenmühle, anno 1798, an der Polenz.

Nach der Polenzüberquerung, hier sind auch schon Märzenbecherwiesen, sind wir auf dem Polenztalweg. Das Naturschutzgebiet Märzenbecherwiese gehört zum 371ha großen FFH-Gebiet Polenztal. Der besondere Schutz der Märzenbecherwiesen gilt dem Erhalt der bachbegleitenden Feuchtwiesen. Hier darf die Polenz mäandern und bei Bedarf die Niederung überschwemmen. Nicht nur der Märzenbecher fühlt sich hier wohl, sondern auch besondere Arten von Margeriten, Knöterich sowie Moosgesellschaften.

In der Polenz tummeln sich Fische, auch der Fischotter wurde nachgewiesen, Wasseramsel und Eisvogel mögen den geschützten Raum ebenfalls. Der Polenztalweg mäandriert mit dem Bach und wir sind dabei, queren die Polenz abermals und sind flugs an der Bockmühle.

Bildnachweis: Von s.melzig [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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